14.09.2011, 12:15 Uhr
Die DEG Metro Stars stehen vier Monate nach der Rückzugsankündigung des Namenssponsors weiter vor einer ungewissen Zukunft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Sollte der achtmalige Meister aus Düsseldorf keinen Nachfolger als Investor finden, ist die am Freitag startende DEL-Saison die vorerst letzte für den Traditionsklub in der höchsten deutschen Spielklasse.
"Dass hieße dann, dass wir unsere GmbH liquidieren würden und nicht mehr in der DEL spielen können", sagte Manager und Geschäftsführer Lance Nethery. Die kommende Saison sei aber gesichert, Namenssponsor Metro will sich nach der anstehenden Spielzeit zurückziehen.
Angesichts der seit Jahren rückläufigen Zuschauerzahlen kann die DEG einen auf Spitzeneishockey ausgerichteten Etat nur mit Hilfe eines Investors stemmen. Seit 2006 sanken die Zuschauereinnahmen um fast die Hälfte von 2,7 auf 1,4 Millionen Euro.
Sollte die DEG im Frühjahr 2012 keine DEL-Lizenz beantragen können, stünde wohl ein Neustart in den Amateurligen bevor. Noch will Nethery davon nichts wissen: "Wir haben immer noch acht Monate Zeit, das hinzubekommen". Doch die Zeit drängt auch.
Das Wegbrechen des Standorts Düsseldorf würde die DEL wohl härter treffen als vor gut einem Jahr das Aus in Frankfurt und Kassel. Bereits 1998 zog sich die DEG - damals freiwillig - zurück, stieg zwei Jahre später aber sportlich wieder auf. Die Rückkehr wurde damals - auch und vor allem beim ungeliebten Nachbarn Kölner Haie - der die Derbys vermisst hatte, in der Liga gefeiert. Längst zählt der Traditionsklub wieder zu den Top-Teams, wurde in den vergangenen fünf Jahren zweimal Vizemeister und stand zudem dreimal im Halbfinale.
Quelle: dpa
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