13.11.2010, 13:31 Uhr | sid
Kein Edelmetall zum Abschluss: Die deutschen Degen-Herren haben am letzten Wettkampftag der Fecht-WM in Paris die deutsche Bilanz von einmal Gold und zweimal Silber nicht weiter aufpolieren können. Jörg Fiedler, Sven Schmid und Martin Schmitt und Christoph Kneip verloren im Viertelfinale gegen Ungarn 37:45 und kämpfen nun um die Plätze und belegten am Ende den fünften Platz.
"Gegen Ungarn kann man verlieren, aber nicht so", sagte Bundestrainer Didier Ollagnon: "Es haben Sicherheit, Selbstbewusstsein, aber auch die Arroganz gefehlt. Wir haben die Möglichkeiten, rufen sie aber nicht ab." Damit bleiben Florett-Weltmeister Peter Joppich, Säbelspezialist Nicolas Limbach und die deutschen Degendamen um Olympiasiegerin Britta Heidemann die einzigen deutschen Medaillengewinner bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt.
"Wir haben zu diesem wundervollen Ambiente mit einem würdigen Ergebnis beigetragen", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar, schränkte aber ein: "Grandios ist es nicht." Im Vergleich zum Vorjahr ging die Medaillenausbeute zurück. Damals waren die Deutschen mit einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze drittbeste Fecht-Nation. Am Abschlusstag der Titelkämpfe im ehrwürdigen Grand Palais, an dem die Zuschauer in Erwartung des zweiten WM-Titels für die Gastgeber bereits um halb acht am Eingang des historischen Bauwerks Schlange standen, wurde es für die deutschen Degen-Herren nichts mit der ersten Mannschaftsmedaille seit der Heim-WM 2005 in Leipzig.
Wie bereits im Vorjahr bei der WM in Antalya, als am Ende Platz vier zu Buche stand, war Vize-Weltmeister Ungarn zu stark für die Deutschen. Zwar hielten sie zu Beginn noch einigermaßen mit, doch nachdem Kneip in seinem Teilgefecht keine Chance hatte, war die Luft raus bei Fiedler und Co. 2009 war das Quartett im Halbfinale gegen den späteren Vize-Weltmeister ausgeschieden und hatte damals nach einer 22:23-Niederlage gegen Polen Bronze nur knapp verpasst. Die Degen-Herren hatten in ihren ersten beiden Gefechten Australien und die Niederlande klar besiegt klar. Im Einzelwettbewerb hatte Schmitt als bester Deutscher mit seinem Aus im Viertelfinale eine Medaille knapp verpasst.
Nach Rückschlägen und Motivationsproblemen hofft das deutsche Fechter-Team um Britta Heidemann in Paris wieder auf Edelmetall. zum Video
Quelle: sid
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