20.02.2011, 18:55 Uhr | dpa
Florian Busch von den Eisbären Berlin (li.) kommt gegen Nürnbergs Björn Barta zu spät. (Foto: imago)
Für die Eisbären Berlin rückt die Tabellenspitze in weite Ferne - Nürnberg dagegen kann doch noch gewinnen. Der viermalige deutsche Meister setzte seine Serie der schwachen Auswärtsresultate fort und unterlag bei den Ice Tigers mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0). Damit konnten die Berliner im Kampf mit den Grizzly Adams Wolfsburg um Platz eins in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), der in den Play-offs Heimrecht in allen entscheidenden Partien bis ins Finale garantiert, wieder keinen Boden gut machen.
Wolfsburg kassierte trotz eines Vorsprungs die zweite Pleite in Folge. In einem rassigen und gutklassigen Niedersachsen-Derby unterlag der Tabellenführer beim amtierenden Meister Hannover Scorpions nach langer Führung und weiteren Chancen noch mit 1:2 (0:0, 1:0, 0:2).
Vor 5058 Zuschauern brachte Tyler Haskins die Gäste aus Wolfsburg nach 24:17 Minuten in Führung, nachdem sich beide Teams schon zuvor ein heißes Duell geliefert hatten. Die Gastgeber mussten dabei ab der 14. Minute auf ihren Top-Torjäger Adam Mitchell verzichten, der sich die Schulter auskugelte und schon als dritter Stürmer ausfiel. Fünf Minuten vor dem Ende glich Ryan Maki dennoch aus. Und 26 Sekunden vor dem Ende drehte Aris Brimanis mit einem Schlagschuss für den Meister die Partie. "Das darf nicht passieren. Natürlich sind wir sauer, dass wir die Partie noch aus der Hand gegeben haben", sagte Wolfsburg-Coach Pavel Gross.
Die ersatzgeschwächten Eisbären, die in Nürnberg nach Steve Walker (Knie-OP) und André Rankel (Gehirnerschütterung) auch auf Stürmer Sven Felski (Bauchmuskelzerrung) verzichten mussten, scheiterten an resoluten und läuferisch starken Ice Tigers. Dabei hatte Nürnberg zuletzt auf eigenem Eis dreimal in Serie und insgesamt fünfmal nacheinander nicht mehr gewinnen können. Doch James Kemp (8. Minute) und Greg Leeb (26.) nutzen ihre Chancen konsequent und brachten die Gastgeber vor 5565 Zuschauern auf die Gewinnerstraße. Vor allem mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung stoppten die Nürnberger ihre Negativserie.
Der Tabellen-Dritte Krefeld Pinguine (jetzt 78 Zähler) tat sich gegen die Augsburger Panther lange schwer, gewann am Ende aber auch dank Doppel-Torschütze Boris Blank mit 3:2. Der EHC München setzte sich mit 3:2 nach Penalty-Schießen beim Tabellennachbarn Ingolstadt durch. Als 15. Penalty-Schütze verwandelte der Münchner Kyle Helms. Die Iserlohn Roosters bezwangen die Straubing Tigers mit 2:0.
Mit dem zweiten Sieg nacheinander wahrten die Kölner Haie ihre Minichance, doch noch die Play-offs zu erreichen. In einem mitreißenden und abwechslungsreichen Spiel bezwangen die Kölner vor 14.056 Zuschauern die Adler Mannheim mit 6:4 (1:1, 2:2, 3:1) und haben jetzt 62 Punkte auf ihrem Konto. Allerdings müssen die Haie fünf ihrer letzten sechs Partien in der Normalrunde auswärts bestreiten. Gegen die Mannheimer, die von rund 1200 Fans nach Köln begleitet wurden, erzielten nach dreimaliger Gästeführung Johan Akerman und Greg Claaßen die Entscheidung für die Kölner.
Quelle: dpa
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