28.05.2010, 10:33 Uhr | dpa
Nächste Hiobsbotschaft für das deutsche Eishockey: Die Frankfurt Lions kündigten an, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. "Dieser Schritt ist erforderlich, da sich die aktuelle finanzielle Lage der Frankfurt Lions nicht zum Positiven entwickelt hat", teilte der Klub mit. Den Frankfurtern fehlen für die kommende Saison rund zwei Millionen Euro. Dennoch wollen die Lions eine Lizenz für die kommende Spielzeit beantragen und bis zu einer möglichen tatsächlichen Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens weiterkämpfen.
Beim Amtsgericht Frankfurt war der Antrag am Freitagvormittag noch nicht eingegangen, teilte die Behörde mit. Dies sollte dem Verein zufolge aber definitiv geschehen. In den vergangenen Tagen hatten die Lions zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Stadt Frankfurt geführt, bei der es seitens der Politik auch Anzeichen für ein Entgegenkommen gegeben habe. "Diese versetzen die Lions aktuell aber bei weitem nicht in die Lage, die aktuelle Situation zu lösen", teilte der Klub mit.
Die Eigentümer der Frankfurt Lions hatten zuvor deutlich gemacht, dass sie nicht bereit seien, weiteres Geld in den Verein zu stecken. Um Eishockey in Frankfurt fortführen zu können, seien weitere Investoren nötig. Die Kassel Huskies waren wegen eines Insolvenzverfahrens am Donnerstag von den Gesellschaftern der Deutschen Eishockey Liga ausgeschlossen worden.
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hat den Insolvenzantrag der Lions bedauert, die Hessen aber noch nicht komplett abgeschrieben. "Das ist eine weitere unschöne Schlagzeile, die faktisch aber noch nichts bedeutet", sagte Tripcke. Erst wenn das Insolvenzverfahren gegen die Lions tatsächlich eröffnet werde, habe der Klub keine Chance mehr auf eine Spielgenehmigung für die neue Saison.
"Die Prüfung der eingereichten Unterlagen wird ergeben, ob die Lions die notwendigen wirtschaftlichen Bedingungen erfüllen oder nicht", sagte Tripcke. Er gestand aber ein, dass es angesichts des Antrages sicherlich nicht einfacher für den Meister von 2004 wird. "Wir müssen abwarten, wie es in Frankfurt weitergeht. Was auf keinen Fall passieren darf, ist dass das Verfahren eröffnet wird. Dann sind unsere Vorgaben ganz klar, wie wir auch bei den Kassel Huskies gezeigt haben", sagte Tripcke.
Welche Auswirkungen die zahlreichen finanziellen Probleme von Klubs auf die Ligastärke in der kommenden Saison haben, vermochte Tripcke noch nicht zu sagen. Der Geschäftsführer verwies aber darauf, dass für den Fall, dass weniger als 14 Vereine die Lizenz für die kommende Spielzeit bekommen, die Schwenninger Wild Wings aus der Zweiten Bundesliga als Nachrücker infrage kämen. Dies gehe aus dem Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Eishockey-Bund hervor. In der Vergangenheit hatte Tripcke gesagt, es sei egal, ob die Liga mit 12, 13 oder 16 Teams an den Start gehe.
Quelle: dpa
Rheinländer schrieb:
am 28. Mai 2010 um 16:31:07
(0)
(0)
back to the roots
Retorten-Clubs haben langfristig keine Chance, nicht nur im Eishockey. "Unnatürlichen" Standorte funktionieren nur mit
Spektakel. Deshalb bei diesen Clubs finanziell immer eng. Bleibt der Erfolg aus, ist es mit dem Club aus. Der Zuschauer geht zum nächsten Spektakel. An "natürlichen" Standorte ist und bleibt der Club Mittelpunkt des Interesses, auch in schwierigen Zeiten. Solange jedoch die "Spektakel"-Standorte den gewechsenen Standorten die Gelder abgraben, geht das Spektakel weiter.
mehr
Kommentar melden
Peter § schrieb:
am 28. Mai 2010 um 15:01:04
(0)
(0)
Bayerische Spieler
Augsburg die südlichste DEL-Stadt ?, das kann doch nicht sein ! Zurück zur Tradition. Hamburg,Wolfsburg,Hannover alle
leben sie von Bayrischen Spielern,Managern und Trainern. Was wir brauchen sind Derbys mit Landshut, Rosenheim, Riessersee,Füssen, Bad Tölz, Kaufbeuren. Ich schau lieber 2te Liga als Augsburg gegen Ratingen,Duisburg,Hannover,Hamburg,Kassel oder wer sonst schon alles dabei war oder gerade ist.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Nur ein Eisbär, dafür ein wichtiger NHL-Crack. zum Kader
Diese Spieler haben den Sprung in die beste Liga der Welt geschafft. zur Foto-Show
Klicken Sie sich durch die schönen Wintersportlerinnen. zur Foto-Show