16.01.2011, 11:07 Uhr | dpa, sid, t-online
Manuel Machata (li.) bejubelt mit seinem Team den Weltcup-Sieg. (Foto: Reuters)
Deutschlands Bob-Piloten haben Wiedergutmachung für die Enttäuschung im Zweierbob geleistet. Und wie! Manuel Machata hat den Viererbob-Weltcup in Innsbruck/Igls gewonnen. Mit einem furiosen zweiten Lauf katapultierte er sich von Platz drei noch an die Spitze. Am Ende hatte er 5/100 Sekunden Vorsprung vor Landsmann Thomas Florschütz. Dritter wurde Olympiasieger Steven Holcomb aus den USA. Karl Angerer aus Königssee landete auf Platz acht.
"Ich glaube, unser guter Start war entscheidend, denn die Bahn ist relativ kurz. Jetzt wollen wir auch bei der EM nächste Woche in Winterberg voll angreifen und danach etwas bei der Heim-WM in Königssee holen", sagte Machata nach seinem dritten Saisonsieg. In der Zweierbob-Entscheidung am Samstag hatten die Deutschen erstmals in diesem Winter einen Podestplatz verfehlt.
Die auf der Schanze verbesserten deutschen Nordischen Kombinierer haben am Schlusstag des Weltcups im österreichischen Seefeld die Podestplätze nur knapp verpasst. Die Team-Olympiadritten Tino Edelmann und Eric Frenzel liefen im zweiten Einzelrennen auf die Plätze fünf und sechs. Ihr Abstand zum drittplatzierten Österreicher David Kreiner betrug lediglich 1,2 und 1,4 Sekunden. Seinen ersten Saisonsieg feierte in einem engen Rennen der ehemalige norwegische Teamweltmeister Magnus Moan mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor dem am Vortag siegreichen Jason Lamy Chappuis.
Rodel-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner hat beim Heim-Weltcup in Oberhof ihren fünften Saisonsieg perfekt gemacht. Die 27-Jährige war eine Klasse für sich und steuert unaufhaltsam ihrem vierten Weltcup-Gesamtsieg in Serie entgegen. Die Frauen durften gar einen Vierfacherfolg bejubeln: Hinter Hüfner fuhren Natalie Geisenberger, Anke Wischnewski und Carina Schwab auf die nächsten Plätze. Für die deutschen Frauen war es der 104. Weltcup-Sieg in Serie.
Im Langlauf gab es dagegen für deutsche Athleten nichts zu holen. Im Teamsprint der Herren in der klassischen Technik belegte das Duo Daniel Heun und Oliver Wünsch im Zehner-Feld Rang sieben, das höher eingestufte Team Sebastian Eisenlauer und Josef Wenzl kam in Liberec auf den achten Platz. Den Sieg sicherten sich die Norweger Johan Kjölstad und Ola Vigen Hattestad. Auch bei den Damen siegte mit Maiken Falla und Marit Björgen ein norwegisches Duo. Das deutsche Team mit Hanna Kolb und Denise Herrmann verkaufte sich teuer und belegte im Feld der 13 Teams Platz sieben.
Die deutschen Ski-Crosser haben drei Wochen vor Beginn der WM im amerikanischen Park City/Deer Valley (2. bis 5. Februar) einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zuletzt sehr starken Auftritten kam beim Weltcup im französischen Les Contamines kein Athlet des Deutschen Skiverbandes in die Finalläufe. Heidi Zacher belegte Rang sieben, Simon Stickl kam auf Platz zwölf.
Zacher, die in der Vorwoche im österreichischen St. Johann noch den ersten Weltcupsieg einer deutschen Ski-Crosserin errungen hatte, verlor ihre Führung in der Gesamtwertung an die Kanadierin Kelsey Serwa. Bei den Männern gewann der Olympiavierte Christopher Delbosco aus Kanada. Daniel Bohnacker stürzte wenige Tage nach seinem Weltcupsieg in Alpe d'Huez bereits in der Qualifikation des fünften von insgesamt elf Rennen.
Die deutschen Shorttrack-Staffeln haben bei den Europameisterschaften in Heerenveen die angestrebten Medaillen verpasst. Die deutschen Damen belegten als Titelverteidiger im Finale ebenso Platz vier wie die Herren-Staffel, die im Vorjahr in Dresden noch Zweiter war. Beide Staffel-Titel gingen an Gastgeber Niederlande. Im Mehrkampf setzten sich der Franzose Thibaut Fauconnet und die Italienerin Arianna Fontana durch.
Quelle: sid , t-online.de , dpa
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