02.10.2011, 19:47 Uhr
Deutschlands Volleyballerinnen haben sich für ihre tolle Leistung bei der EM in Serbien und Italien nicht mit Gold belohnt. Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti unterlag im Finale in einem Hexenkessel gegen Co-Gastgeber Serbien trotz 2:1-Satzführung noch mit 2:3 (25:15, 20:25, 25:19, 20:25, 9:15) und verpasste damit den ersten EM-Titel seit 24 Jahren.
Zuletzt war dies 1987 der Auswahl der DDR gelungen, die auch 1983 erfolgreich war. Für die Serbinnen war es der erste EM-Titel überhaupt. Mitte September hatten auch die serbischen Männer EM-Gold gewonnen.
Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Pionir-Halle begleiteten die serbischen Fans jeden Aufschlag der Deutschen mit einem gellenden Pfeifkonzert. Die Mannschaft um Spielführerin Margareta Kozuch ließ sich davon aber nur kurz beirren und ging mit drei Punkten Vorsprung in die erste technische Auszeit. "Wir wissen, dass es heute ein ganz besonderes Spiel für uns wird, in jeder Hinsicht", hatte Trainer Guidetti vor der Partie gesagt.
In der Vorrunde hatte Deutschland das erste Aufeinandertreffen noch mit 3:1 für sich entschieden. Doch im Finale war die höhere Anspannung gerade im ersten Satz zu spüren, der Aufschlag kam nicht ganz so gut wie noch gegen Italien. Doch Außenangreiferin Kozuch machte gewohnt routiniert die Big Points, gab ihrem Team die nötige Sicherheit zurück und verwandelte folgerichtig den ersten Satzball zum 25:16.
In Satz zwei gerieten Angelina Grün und Co. unter Druck und mussten früh einem Rückstand hinterherlaufen, den sie bis bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnten. Unter den Augen des Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic, der den Serbinnen bereits im Halbfinale die Daumen drückte, glich der Weltranglisten-Sechste zum 1:1 aus.
Doch davon ließ sich die DVV-Auswahl nicht beeindrucken und startete druckvoll in den dritten Satz. Doch fehlte im Vergleich zu den vorherigen Siegen ein wenig die individuelle Klasse. Es entwickelte sich ein denkbar knappes Set, in dem sich keine der beiden Teams spürbar absetzen konnten. Dann bewies Deutschland Nervenstärke und holte sich das wichtige Set zum 2:1.
Im vierten Satz sahen die Deutschen nach einer 8:2- und 10:4-Führung schon wie die Sieger aus, doch die Halle peitschte die Gastgeberinnen nach vorne. Bei 18:18 wechselte die Führung, danach gelang den Serbinnen im Belgrader Hexenkessel der erneute Ausgleich.
Im entscheidenden Durchgang lagen die Serbinnen schnell in Führung und waren auf dem Weg zum EM-Sieg nicht mehr zu stoppen.
Quelle: dpa
conradek schrieb:
am 3. Oktober 2011 um 11:57:45
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VB-EM-Endspiel
Glückwunsch Mädels zu Eurem fantastischen Turnier und dem 2. Platz in diesem Hexenkessel. Bedauerlich allerdings, dass Eure
Spitzenleistung nicht von den TV-Medien durch Übertragung gewürdigt wurden.
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Sportfan schrieb:
am 3. Oktober 2011 um 09:25:57
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Volleyball
Ich muss dem Josef Recht geben. Wer durch Unfairnis ein Spiel gewinnt hat keinen Grund zur Freude oder sogar Stolz auf sich zu
sein. Unfairnis gehört konsequent bestraft. Besonders traurig ist noch das der Novak Djokovic im Publikum saß und seine Landsleute nicht zu anstand und fainis aufgerufen hat. Aber gerade deshalb war das ein super Spiel von unseren Mädels. Und wer da der eigentliche Sieger ist bedarf doch keiner Antwort. Oder?
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Josef schrieb:
am 3. Oktober 2011 um 08:42:04
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Serbien
Mal wieder typisch für solche Länder. Wollen in die EU, benehmen sich aber unmöglich. Diese Länder, wo so viel Unfairnis
herrscht, olten von EU-und WM-Meisterschaften ausgeschlossen werden.
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