20.05.2011, 15:42 Uhr
Joachim Löw muss für die nächsten Spiele umplanen. (Foto: imago)
Hiobsbotschaften für Bundestrainer Joachim Löw: Mit Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern und Abwehrchef Per Mertesacker fallen gleich zwei wichtige Spieler für die drei kommenden Länderspiele aus, Marco Reus von Borussia Mönchengladbach bangt noch. Schweinsteiger hatte sich bereits am 31. Spieltag einen Zehenbruch zugezogen, Mertesacker macht seit Längerem eine Fersenentzündung zu schaffen. Schweinsteiger sagte Löw nun in Abstimmung mit Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem Mannschaftsarzt der Münchner und des DFB-Teams, ab. Löw verzichtet auf eine Nachnominierung.
Der 26-jährige Mittelfeldstar hatte bereits im Bundesligaspiel des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt am 23. April einen Bruch des mittleren, rechten Zehs erlitten und auf Grund der besonderen sportlichen Situation des Rekordmeisters trotz Schmerzen bis zum Saisonende weitergespielt. Schweinsteiger muss eine längere Trainingspause einlegen. Der gebrochene Zeh wird für einen optimalen Heilungsverlauf zunächst ruhiggestellt.
Zudem zog sich Gladbachs Offensiv-Allrounder Reus im Relegationsspiel gegen den VfL Bochum einen Muskelfaserriss an den linken Adduktoren zu. Verletzungen hatten schon zweimal das Nationalmannschafts-Debüt des 21-Jährigen verhindert.
Bei Mertesacker macht eine komplizierte Fersenverletzung den Einsatz unmöglich. Nach Angaben des Klubs wird er sogar bis September fehlen. "Der Plan des Spielers sieht vor, dass er Ende Juni ins Training einsteigt. Zu Beginn der Rückrunde hat er sich die Entzündung in der Ferse zugezogen. Damit hat er die ganze Zeit gespielt. Er hat auf die Zähne gebissen", sagte Roman Pletz, Mertesackers Berater.
Sollte Mertesacker länger ausfallen, dürfte Werders Option, ihn in der Sommerpause zu transferieren, äußerst schwierig werden. Dessen Vertrag läuft im Sommer 2012 aus. Nach Bremer Gepflogenheiten wird ein Spieler verkauft, wenn eine Verlängerung seines Kontraktes nicht zustande kommt. Bislang haben Klub und Spieler nicht zueinander gefunden.
Das DFB-Team tritt in der EM-Qualifikation am 3. Juni (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Österreich und vier Tage später gegen Aserbaidschan (ab 18.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) an. Zuvor bestreitet die deutsche Nationalmannschaft am 29. Mai (ab 19.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) noch ein Testspiel in Sinsheim gegen Uruguay. Die Mittelfeldzentrale muss Löw für diese Spiele nun möglicherweise völlig neu besetzen, da auch Stammkraft Sami Khedira von Real Madrid immer noch an den Folgen eines Muskelrisses leidet.
Kapitän Michael Ballack, lange Jahre die Nummer eins auf dieser Position, hält der Bundestrainer trotz der personellen Probleme noch nicht wieder für stark genug. Während er den seit Wochen verletzten Khedira berief, verzichtete der DFB-Chefcoach erneut auf Ballack. Das sei mit dem 34 Jahre alten Leverkusener "besprochen", sagte Löw. Nach den drei Saison-Abschlusspartien wolle er mit Ballack "nochmals reden".
Dass Löw trotz der ihm bekannten gesundheitlichen Probleme seiner Mittelfeld-Stammkräfte nicht Ballack, sondern dessen Leverkusener Klubkollegen Simon Rolfes ins Nationalteam zurückholt, darf als weiteres Zeichen gewertet werden, dass die Chancen für Ballack auf ein DFB-Comeback immer mehr sinken. Neben Rolfes stehen Löw für die letzten drei Spiele der Saison noch Toni Kroos (FC Bayern), Sven Bender (Borussia Dortmund) und Christian Träsch (VfB Stuttgart) für die beiden Positionen im defensiven Mittelfeld zur Verfügung.
Das nunmehr nur noch 22-köpfige Nationalmannschaftsaufgebot trifft sich am 27. Mai in Frankfurt zur Vorbereitungen auf die letzten Länderspiele dieser Saison.
Tor: Manuel Neuer (Schalke 04), Rene Adler (Bayer Leverkusen), Tim Wiese (Werder Bremen)
Abwehr: Dennis Aogo (Hamburger SV), Holger Badstuber (Bayern München), Arne Friedrich (VfL Wolfsburg), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Philipp Lahm (Bayern München), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Christian Träsch (VfB Stuttgart)
Mittelfeld: Sven Bender (Borussia Dortmund), Mario Götze (Borussia Dortmund), Sami Khedira (Real Madrid), Toni Kroos (Bayern München), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Real Madrid), Lukas Podolski (1. FC Köln), Marco Reus (Borussia Mönchengladbach), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Andre Schürrle (FSV Mainz 05)
Angriff: Mario Gomez (Bayern München), Miroslav Klose (Bayern München)
Quelle: dpa , t-online.de
BOPE schrieb:
am 20. Mai 2011 um 20:05:00
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Ballack
Herr Löw,wie Sie mit Ballack umgehen ist ein Skandal.Ohne Ballack wären Sie schon lange kein Bundeszrainer mehr.Aber eins ist
gewi8,auch Ihre scheinbaren "Erfolge"gehen einmal zu Ende.Und putzen Sie sich ordentlich die Nase.
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pförtner schrieb:
am 20. Mai 2011 um 18:54:43
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Ballack
Ballack so raus zu ekeln halte ich schon für niveaulos, aber was will man von dem H. Löw auch schon erwarten. Der Mann wird total
überschätzt, mit einem anderen Trainer wären wir mit diesem Spielerpotenzial Weltmeister geworden
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lema schrieb:
am 20. Mai 2011 um 18:08:32
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DFB-Elf
komisch, kein einziger Spieler vom Buli-Tabellenvierten dabei! Wie sind die denn auf den Platz gekommen? Die haben zum Beispiel einen
klasse Mittelfeldspieler, der Schmiedebach heißt. Oder sollte die Stadt Hannover auf der Landkarte von Herrn Löw fehlen?
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