20.06.2011, 14:04 Uhr
In die heftige Konfrontation zwischen Michael Ballack auf der einen und Bundestrainer Joachim Löw sowie dem DFB auf der anderen Seite hat sich nun auch noch DFB-Präsident Theo Zwanziger eingeschaltet. Zwanziger erklärte in einer Kolumne für die "Sport Bild", dass das Angebot eines Abschiedsspiels für Ballack gegen Brasilien am 10. August in Stuttgart trotz dessen harscher Kritik an Löw weiterhin aufrechterhalten wird.
"Nachtragend sind wir nicht, die Tür für Michael Ballack bleibt beim DFB immer offen. Ballack hat nach wie vor einen ehrenvollen Abschied verdient. Zeitnah zum Ende seiner Laufbahn. Das ist nach wie vor die Möglichkeit in Stuttgart. Das ist das Angebot, das wir ihm machen", schrieb Zwanziger. "Ganz ausschließen, dass es doch zu diesem Abschied kommt, will ich das trotz der bisherigen Absage von Michael Ballack nicht."
Ballack hatte Löw unterstellt, die Unwahrheit gesagt zu haben. Dennoch will Zwanziger den für den ganzen Verband schwierigen Fall Ballack so schnell wie möglich vom Eis kriegen. Am liebsten noch vor Beginn der Frauen-WM am kommenden Samstag. Denn bei der Eröffnungs-Pressekonferenz der Frauen-WM in Berlin muss der DFB-Präsident befürchten, dass sich alles um das Thema Ballack dreht.
"Wenn man in einem Spannungsverhältnis steht, dann kann man das nur dann auflösen, wenn man aufeinander zugeht. Das ist bisher leider nicht geschehen", schrieb Zwanziger. Allerdings fordert er eine Entschuldigung Ballacks, der das ihm angebotene Abschiedsspiel gegen Brasilien als eine "Farce" bezeichnet hatte. "Wenn sich eine Meinungsänderung im Ansatz zeigt, dann wird der DFB immer Versuche wahrnehmen, zu vermitteln. Aber das muss auch sichtbar werden. Und mit der Wortwahl, wie es die vergangenen Tage geschah, ist das natürlich kein guter Ansatz. Michael Ballacks Wortwahl war zu deutlich", sagte Zwanziger und stärkte damit Bundestrainer Löw den Rücken.
Zwanziger betonte, dass Löw das Angebot eines Abschiedsspiels für Ballack ehrlich gemeint habe. Der DFB-Boss ist zudem der Überzeugung, dass Ballack in den Tagen nach dessen erzwungenem Abschied aus der Nationalmannschaft schlecht beraten wurde. "Ich weiß nicht, ob man dieses Spiel gegen Brasilien falsch einschätzt. Ich finde es als tolle Geste, dass man einen langjährigen Kapitän, der Großes für den deutschen Fußball geleistet hat, gerade in einem Klassiker wie gegen Brasilien die Chance gibt, sich von der Mannschaft und von seinen Fans zu verabschieden. Ich halte das für ein tolles Angebot und bin ein bisschen traurig, dass das Umfeld von Michael Ballack ihn da anders beraten hat."
Zwanziger sah sich deshalb zum Handeln gezwungen. Denn nach der unglücklichen Scheidung von Ballack gerieten nicht nur der 98-malige Nationalspieler, sondern auch Löw und Generalsekretär Wolfgang Niersbach unter Druck. Derzeit stehen Aussage gegen Aussage, zumindest eine Partei gibt die Wahrheit verfälscht wieder. "Ballack hat offenbar geglaubt, dass es möglich sei, noch bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr - möglicherweise sogar als Kapitän - in dieser Mannschaft zu spielen. Da ist es nur logisch, dass die Entscheidung des Bundestrainers für ihn schmerzlich ist", meinte Zwanziger.
In diesem Punkt widerspricht Ballack aber dem DFB. Denn nach eigener Aussage wollte Ballack gar nicht mehr an der EURO teilnehmen, sondern vielmehr in der Sommerpause selbst zurücktreten. Diese Chance sei ihm durch das Vorpreschen von Löw, der ihm zudem Mut für eine Fortsetzung der DFB-Karriere zugesprochen haben soll, genommen worden, unterstrich der 34-Jährige. "Es war klar und unmissverständlich von beiden Seiten vereinbart, dass ich meine Entscheidung, zurückzutreten, in Ruhe in der Sommerpause selbst verkünden darf", teilte der Mittelfeldspieler in einer persönlichen Erklärung mit. Ballack und Löw wissen, was am 30. März in Düsseldorf tatsächlich besprochen wurde.
Quelle: sid
mrs. fcb schrieb:
am 20. Juni 2011 um 20:53:36
(0)
(0)
zwanziger und ballack
Was gibts da zu vermitteln? Ballack mit seinem Gezicke und beleidigten Genöle schadet dem DFB mehr, wie ein Löw, der
evtl. zu spät die Karten auf den Tisch gelegt hat. Ballack ist ein Fußballer, der seine besten Jahre hinter sich hat. Und weil er das nicht wahr haben will macht er jetzt dieses Theater. Menschlich einfach nur erbärmlich!!!!
mehr
Kommentar melden
ohh schrieb:
am 20. Juni 2011 um 20:52:29
(0)
(0)
Ballack
Wie schön ist, jetzt eher zum Schluß auch mal Stimmen zu erleben, die das Ganze in Zusammenhang bringen und nicht nur DFB-Anpasser
sind. Und Sie, Herr Zwanziger, sollten Herrn Ballack ein anderes, akzeptables Angebot als das eines Abschiedsspiels machen und Entschuldigungen von Anderen einfordern !!!
mehr
Kommentar melden
Rabenschwarz schrieb:
am 20. Juni 2011 um 20:46:19
(0)
(0)
Ballack
@ Frank: O.k., Duell im Morgengrauen ? Aber das war zumeist früher. Doch Zwanziger als Sekundant ist wohl nicht dein Ernst ?
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tippgigant: Alle vier EM-Gruppen in der Übersicht. zum Spielplan