23.03.2011, 11:01 Uhr | dpa, sid
Matthias Sammer bleibt dem DFB offenbar noch länger erhalten. (Foto: dpa)
Nach der Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw strebt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch eine langfristige Zusammenarbeit mit Sportdirektor Matthias Sammer an. Laut DFB-Präsident Theo Zwanziger stehen Verhandlungen kurz bevor. "Weil er und der Bundestrainer, nachdem die Irritationen um die U 21 ausgeräumt sind, ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben, denke ich, sollten wir Gespräche über eine Vertragsverlängerung auf den Weg bringen", sagte Zwanziger der "Sport Bild". Nach Informationen des Magazins soll der bis 2013 laufende Kontrakt des Ex-Profis vorzeitig bis 2016 verlängert werden. Generalsekretär Wolfgang Niersbach bestätigte die DFB-Pläne: "Wir stehen nicht unter Zeitdruck, schließlich hat Matthias Sammer noch einen Vertrag bis 2013. Aber beide Seiten sind grundsätzlich an einer Verlängerung interessiert. Wir werden uns in den kommenden Wochen zusammensetzen und über alle Dinge sprechen."
Auch Sammer, der zu Jahresbeginn heftig vom HSV umworben worden war und zwischenzeitlich auch mal als neuer Coach von Bayern München im Gespräch gewesen war, bekräftigte seine Bereitschaft, langfristig für den DFB zu arbeiten. "Zu Jahresbeginn habe ich eine Anfrage vom HSV gehabt, aber ich habe mich dann zum DFB bekannt. Und dieses Bekenntnis gilt auch für die Zukunft. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir unsere erfolgreiche Arbeit über 2013 fortsetzen", sagte der 43-Jährige.
Zwanziger lobte Sammer für seine Arbeit. "Er ist für uns eine ganz starke Persönlichkeit im wichtigen Bereich der Nachwuchsförderung und der Junioren-Nationalmannschaft", sagte der DFB-Chef. Sammer ist seit 2006 in der Funktion des Sportdirektors beim DFB. Mit Löw hatte es immer wieder Kompetenzstreit um die Schnittstellen zwischen A-Nationalmannschaft und Jugendbereich gegeben.
Bei den Verantwortlichen der Nationalmannschaft würde man gerade in diesen hektischen Zeiten eine Vertragsverlängerung von Sammer begrüßen. "Kontinuität ist immer sinnvoll, und Matthias Sammer hat seit seinem Amtsantritt viel auf den Weg gebracht. Deshalb wäre es schön, wenn er diesen Weg weitergehen könnte. Wir sind zwar in der Vergangenheit öfter mal zusammengerasselt, das war zu Profizeiten aber auf dem Platz nicht anders und gehört zum Fußball dazu. Unser Verhältnis ist absolut intakt", sagte Teammanager Oliver Bierhoff in Mainz, wo sich der WM-Dritte auf das EM-Qualifikationsspiel in Kaiserslautern gegen Kasachstan vorbereitet.
So sieht es auch Sammer, der 2006 gegen den Widerstand von Bierhoff und des damaligen Bundestrainers Oliver Bierhoff, die den ehemaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters für die neu geschaffene Position des Sportdirektors vorgeschlagen hatten, vom DFB verpflichtet worden war. "Wir haben den Fußball in Deutschland auf einen guten Weg gebracht und vor allem in der Nachwuchsarbeit viele Verbesserungen erreicht", sagte Sammer. "Aber es gibt immer noch eine Menge zu tun. Und es ist eine faszinierende Aufgabe, diesen Weg beim Verband weiterzugehen."
Quelle: sid , dpa
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