02.11.2011, 16:43 Uhr
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach: "Oberste Priorität hat die Sicherheit aller Zuschauer."
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben der von den Fans geforderten Legalisierung von Pyrotechnik in den Stadien eine endgültige Absage erteilt. "Nicht nur die staatlichen Stellen und Behörden, sondern auch FIFA und UEFA untersagen den Einsatz von Pyrotechnik. Oberste Priorität hat die Verantwortung für die Sicherheit aller Zuschauer. Es ist unstrittig, dass Feuerwerkskörper eine Gefahr für Leib und Leben darstellen", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach nach dem Sicherheits-Gipfel in der Frankfurter DFB-Zentrale. (lesen Sie dazu auch den Kommentar: Fall Dynamo Dresden wird nichts ändern)
Beim Runden Tisch im Bundesinnenministerium am 14. November 2011 wollen sich DFB und DFL für die Gründung einer "Task Force Sicherheit" stark machen. Dieser sollen Vertreter aus Politik, Justiz, Polizei, der Fußball-Dachorganisationen sowie der Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS) angehören. Man wolle die Situation zielorientiert und ohne Effekthascherei wieder in den Griff bekommen, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.
Zuvor hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dem DFB und der DFL eine Mitverantwortung für die jüngsten Fälle von Fan-Randale in Deutschland gegeben. Man müsse "ein bisschen den schwarzen Peter einigen Leuten beim DFB und der DFL zuschieben", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters der "Augsburger Allgemeinen Zeitung". Diese Leute hätten mit der Ankündigung, Pyrotechnik in Stadien unter gewissen Umständen zu erlauben, ein falsches Signal gesandt.
Rummenigge bezeichnete die Idee der Freigabe von Pyrotechnik als "völligen Humbug, weil das nach den Statuten der UEFA und FIFA gar nicht möglich ist und auch mit der Polizei nicht abgestimmt war. Da ist wohl ein falscher Eindruck bei den Fans entstanden. Das hat dazu geführt, dass es Zirkus gegeben hat." Der 56-Jährige appellierte an alle Beteiligten, schnell an den Runden Tisch zurückzukehren, um die Probleme aus der Welt zu schaffen.
Ins gleiche Horn wie Rummenigge stößt auch Ralf Busch, der Leiter des Fanprojekts Berlin. "Ich finde es fatal, wie der Dialog von DFB und DFL beendet wurde. Erst wurde so getan als ob es eine Option zur Legalisierung gäbe. Dann wurde das Ganze plötzlich beendet. Da wurde auf der Ebene der Gesprächskultur viel kaputt gemacht. Es sind tiefe Gräben entstanden", sagte Busch im Interview mit t-online.de.
News: Favre kritisiert deutsche Klubs, Entwarnung bei Pizarro, Rummenigge wirft DFB und DFL Fehler vor. zum Video
Dass der DFB eine gewisse Mitschuld daran getragen hat, dass in den vergangenen Monaten eine Liberalisierung von Bengalos in das Gespräch kam, räumten die Sitzungsteilnehmer ein. Entstanden war der Eindruck, dass die Verbände das kontrollierte Abbrennen von Feuerwerkskörpern durch Fangruppen akzeptieren würden, im Frühjahr.
Der scheidende Sicherheitsbeauftragte des DFB, Helmut Spahn, hatte angedeutet, dass die Fangruppen das Abbrennen von Bengalos gestattet werden könnte. Um die Erlaubnis zu erhalten, dürften allerdings bis zum Saisonende keine unkontrollierten Zwischenfälle mehr auftreten. Es wurde sogar ein Moratorium über die Verständigung mit den Fans in dieser Problematik entworfen.
Quelle: dpa , t-online.de , sid
minimax schrieb:
am 2. November 2011 um 18:25:07
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DFL
Was macht eigentlich die DFL im Falle Dortmund mit den dortigen Verantwortlichen. Obwohl im Vorfeld klar war, dass die Dortmunder Ultras
auf die Dresdner Ultras "warten" würden, wurden die beiden Gruppen nicht getrennt gehalten und nicht einmal ordentlich kontrolliert. Damit ist sogar das Ziel der Dortmunder Ultras aufgegangen, eine "Rache" zu üben.
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Johann schrieb:
am 2. November 2011 um 17:41:12
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@Lothar
sorry aber man kann nur von "Hirnies" sprechen wenn eines da ist, aber die haben keines es sind Kriminelle.
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maure schrieb:
am 2. November 2011 um 17:39:47
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DFB und DFL: Pyrotechnik bleibt verboten
Lothar hat recht, die vielen Versuche, den Betroffenen die Möglichkeiten zur Nutzung von
Feuerwerkskörpern der Klassen II deulich zu machen, nämlich nur am 31.12. und 1. 1., sollten eigentlich alle erreicht haben, die Lesen oder Hören können. Ausnahmen können von bestimmten Behörden aus besonderem Anlass zugelassen werden, dazu zählen aber nicht der DFB oder DFL. Selbst die ganzjährig zugelassenen Aritkel der Klasse I können bei solchen Menschenansammlungen katastrophale Folgen haben.
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