23.03.2011, 11:24 Uhr | dpa
Ein Freund des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (re.): FIFA-Boss Sepp Blatter. (Foto: imago)
Nach der Wiederwahl von Michel Platini als UEFA-Präsident steht auf dem Funktionärsparkett die nächste wichtige Entscheidung an. Der Machtkampf um den obersten Posten des Fußball-Weltverbandes FIFA zwischen Amtsinhaber Sepp Blatter und seinem Herausforderer Mohamed Bin Hammam. Für Theo Zwanziger , den Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) scheint das Votum bereits festzustehen.
"Wir sind Europäer. Und es geht doch darum: Wer vertritt die europäischen Interessen besser?", sagte der Präsident des DFB auf dem Kongress der UEFA in Paris. Die deutsche Stimme darf Blatter wohl schon einmal auf der Habenseite verbuchen. Zwanziger war kurz zuvor per Akklamation in das Exekutivkomitee der FIFA gewählt worden. Er ersetzt Franz Beckenbauer, der aus dem Gremium ausscheidet.
Sowohl Blatter als auch Bin Hammam waren zum Wahlkampf nach Paris gereist. Derzeit würde Bin Hammam dem Schweizer wohl klar unterliegen. Aber der umtriebige Chef der Asiatischen Fußball-Konföderation hat noch zehn Wochen Zeit, für seine Ziele und seine Reformen zu werben.
Die Tage von Paris nutzte er für Einzelgespräche. Kein Geheimnis ist, dass der 61-Jährige offen bei Platini um Unterstützung der europäischen Verbände warb. Der UEFA-Chef hielt sich nach seiner beifallumtosten Wiederwahl mit Prognosen allerdings zurück. "Es ist nicht schlecht, dass es zwei Kandidaten gibt, das ist immer gut für die Demokratie, wenn neue Dinge vorgeschlagen werden", sagte der 55-Jährige. Daraus allerdings eine Unterstützung des Herausforderers abzuleiten, wäre der falsche Schluss. "Wir werden uns jetzt Gedanken machen, wie wir damit umgehen", sagte Platini.
Der Herausforderer aus Katar verband seine Reise an die Seine mit konkreten Reformvorschlägen. Mehr Transparenz, weniger Zürich-Zentralismus, mehr Eigenständigkeit der Konföderationen; Ja zum Chip im Ball, Nein zum Videobeweis - und Bin Hammam überraschte beim Dauer-Thema Winter- oder Sommer-WM in Katar. Hatte er zuletzt eine WM im Winter, wie von Platini und anderen Fußball-Größen gefordert, kategorisch ausgeschlossen, ließ er nun in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe" geschickt den Satz fallen: "Wenn alle betroffenen Akteure, die Verbände, die Ligen, die Klubs einverstanden sind, habe ich kein Problem damit."
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Quelle: dpa
Matze schrieb:
am 23. März 2011 um 21:31:24
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Blatter RAUS!!!
Wenn Zwanziger mit Bezug auf Blatters Wahl sagt, wir wären ja Europäer, dann sollte man GERADE gegen Blatter stimmen und
sich somit mit den verkauften Engländern solidarisch zeigen. Indem Blatter die WM's nach Russland und Katar verkauft hat und England und somit auch Europa absolut im Regen stehen ließ muss man ihn aufs Schärfste bekämpfen. Was wäre das für eine WM in England gewesen für alle Fußballfans und vorallem für alle Europäer. Top Organisation, top Stimmung, top Infrastruktur.
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steuerzahler schrieb:
am 23. März 2011 um 19:42:36
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Blatterwahl
Ein Skandal ist es, diesem altersstarrsinnigen und arroganten Typen, der 2 Weltmeisterschaften verkauft hat, seine Stimme zu
geben. Was das tut, sollte gleich mit abtreten.
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EDieter schrieb:
am 23. März 2011 um 18:57:30
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Blatter wird geplättet
Ja, lieber Sepp B., " die Geister die ich rief, werd ich nun nicht wieder los". Die zweifelhafte aktuelle WM-Vergabe
wird zum Eigentor. Ein Scheich läßt sich nur zum Schein kaufen - er kauft lieber selbst. Die Altherrenriege mit NeuZwanziger in Exekutive droht zu platzen. Herr B., ich wünsch es Ihnen.
Der DFB ist natürlich für (!!!) den unkorrupten Schweizer, war doch zu erwarten. Oh je, welch verderbliche Verkrustungen in dieser heiligen Institution. Kaum noch zu ertragen.
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