21.09.2009, 17:01 Uhr
Die Szene, die alles auslöste: Nelson Piquet junior baut absichtlich einen Unfall. (Foto: imago)Einer der größten Skandale in der Formel 1 hat mit einem milden Urteil gegen Renault und einer drakonischen Strafe gegen den bereits zurückgetretenen Teamchef Flavio Briatore ein Ende gefunden. Renault erhielt eine Zwei-Jahres-Sperre auf Bewährung, Briatore dagegen darf sich für den Rest seines Lebens an keiner Formel-1-Strecke mehr sehen lassen. Das sind die Konsequenzen aus der Affäre um den Unfall beim Großen Preis von Singapur 2008.
Doch was passierte genau damals in Singapur und wie kam der Betrug ans Tageslicht? Lesen Sie hier eine Chronologie der Ereignisse, die den größten Skandal in der Geschichte der Formel 1 auslösten.
Skandal perfektBriatore tritt zurück
Nelson Piquet jr."Fernando wusste alles"
Singapur-AffäreRenault erstattet Strafanzeige gegen Piquet jr.
28. September 2008
Beim Singapur-Grand-Prix fährt Renault-Pilot Nelson Piquet junior in Runde 15 in Kurve 17 unmittelbar nach der Abfahrt seines am Ende siegreichen Renault-Teamkollegen Fernando Alonso von einem Tankstopp in die Mauer und löst damit eine Safety-Car-Phase aus.
3. August 2009
Piquet junior gibt seine Entlassung durch das Team des Italieners Flavio Briatore wegen Erfolglosigkeit auf seiner Homepage bekannt und wirft seinem bisherigen Chef dabei die Ausübung massiven Drucks vor.
30. August 2009
Nach dem Großen Preis von Belgien in Spa gibt die FIA bekannt, wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei einem früheren Grand Prix zu ermitteln. In Brasilien kommen erste Gerüchte über Andeutungen von Piquet junior über die Inszenierung seines Unfalls beim Singapur-Grand-Prix 2008 zugunsten seines damaligen Renault-Teamkollegen Fernando Alonso auf.
Singapur-AffäreBetrugsvorwürfe gegen Renault erhärten sich
Flavio BriatoreAn seinem Stuhl wird bereits gesägt
31. August 2009
In Brasilien berichtet der TV-Sender Rede Globo unter Berufung auf ein Gespräch mit Piquets brasilianischem Ferrari-Kollegen Felipe Massa, dass Piquets Unfall 2008 in Singapur vorsätzlich herbeigeführt worden sei.
1. September 2009
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fordert zur Abwendung von Milliardenverlusten für die Königsklasse und zur Verhinderung des Ausstiegs weiterer Teams eine lückenlose Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe gegen Renault.
4. September 2009
Die FIA lädt das Renault-Team für den 21. September im Zusammenhang mit dem Unfall-Skandal zu einer Anhörung vor ihren World Motor Sport Council. Der Vorwurf lautet, das Team habe mit seinem Fahrer Nelson Piquet junior den Plan geschmiedet, einen absichtlichen Unfall herbeizuführen. Ziel sei es gewesen, das Safety Car zum Vorteil des zweiten Fahrers Fernando Alonso auf die Strecke zu holen.
10. September 2009
Das englische Fachmagazin "Autosport" berichtet über einen Brief Piquets vom Tag seines letzten Rennens für Renault am 26. Juli an die FIA. Darin präzisiere er seine Manipulations-Vorwürfe gegen Briatore und Renault-Chefingenieur Pat Symonds zur Planung des späteren Unfalls. Briatore und Symonds bestätigen lediglich ein Treffen mit Piquet vor dem Singapur-Rennen und bezichtigen vielmehr ihrerseits den Sohn des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet senior als Urheber des Unfall-Plans.
11. September 2009
Renault und Briatore geben die Einleitung rechtlicher Schritte gegen Sohn und Vater Piquet in Frankreich wegen falscher Behauptungen und versuchter Erpressung bekannt. FIA-Präsident Max Mosley sichert Nelson Piquet jr. am Rande des Großen Preises von Italien in Monza Straffreiheit für eine Kooperation mit dem Weltverband in Form von Aussagen mit der "vollen Wahrheit" in der Auseinandersetzung zu.
GP von ItalienDoppelsieg für Brawn
Fotos, Fotos, FotosDas Rennwochenende in Monza
ErgebnisseDer Große Preis von Italien
13. September 2009
In Monza wird bekannt, dass Symonds bei seiner ersten Vernehmung durch FIA-Ermittler die Aussage mit dem Hinweis verweigert haben soll, "nicht lügen" zu wollen.
15. September
Die Londoner Zeitung "The Times" berichtet über ein FIA-Angebot für Symonds über Straffreiheit für eine Kooperation mit dem Verband. Aus Piquets Brief an die FIA werden Details mit Hinweisen auf die Planung der Unfall-Inszenierung bekannt.
16. September
Renault teilt mit, dass der Rennstall die erhobenen Manipulationsvorwürfe bei der bevorstehenden FIA-Anhörung "nicht bestreiten" wird und Teamchef Briatore sowie Symonds das Team verlassen haben.
21. September
Renault wird vom World Council der FIA lebenslang gesperrt, allerdings wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Sollten sich die Franzosen in den kommenden beiden Jahren eines ähnlichen Vergehens schuldig machen, werden sie für immer aus der Formel 1 ausgeschlossen. Dagegen wird Ex-Teamchef Flavio Briatore ab sofort lebenslang aus allen FIA-Rennserien verbannt. Der 59-Jährige darf auch nicht mehr als Manager für Formel-1-Fahrer auftreten.
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Quelle: sid
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