12.01.2012, 14:16 Uhr
(V.l.n.r.) Investor Hasan Abdullah Ismaik hat sich mit TSV-Geschäftsführer Robert Schäfer und Präsident Dieter Schneider geeinigt. (Quelle: dpa)
1860 München hat drohende Punktabzüge gerade so abgewendet.Dank der Hilfe seines jordanischen Investors Hasan Ismaik träumt der Verein gar wieder von der Bundesliga. Nach wochenlangen Verhandlungen erzielten die Löwen Einigkeit über ein neues Darlehen. Damit kann der Zweitligist einen von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geforderten Liquiditätsnachweis in Höhe von 2,3 Millionen Euro fristgerecht erbringen.
"Die Verhandlungen haben eine gewisse Zeit gedauert, woraus man ablesen kann, dass es nicht einfach war", bekannte Geschäftsführer Robert Schäfer. "Aber nach acht Jahren in der 2. Liga haben wir jetzt erstmals eine gewisse finanzielle Flexibilität."
Das frische Geld soll in Spieler investiert werden. Denn mittelfristig wollen die Münchner zurück in die Bundesliga. "Wir versuchen uns in den nächsten ein, zwei Jahren so zu verstärken, dass wir ganz oben mitspielen", sagte Schäfer. 1860-Präsident Dieter Schneider betonte, nun den Anhängern eine neue "sportliche Perspektive" eröffnen zu können.
Seit Jahren strebt der Klub nach Höherem. Doch Fehlkalkulationen brachten die Sechziger in der Vergangenheit zeitweise an den Rand des Ruins. Mitte 2011 sprang Ismaik den Löwen zur Seite, kaufte sich für 18,4 Millionen Euro ein und übernahm 49 Prozent des stimmberechtigten Anteils an der ausgegliederten Profiabteilung. 1860 ist damit der erste Verein im deutschen Profi-Fußball mit einem ausländischen Investor.
Seitdem gilt der Geschäftsmann Ismaik als der "Big Boss" an der Grünwalder Straße in München-Giesing. Ein Wohltäter ist er aber keineswegs. Um Einigkeit über das Darlehen zu erzielen, musste der Club seinem Hauptfinanzier beispielsweise die lukrative Fanartikel-GmbH übergeben. Nach Schäfers Angaben ist der Verein an den Erträgen zwar weiter beteiligt, der Großteil fließt fortan aber in Ismaiks Taschen. "Das ist natürlich nicht schön, aber eben auch eine Folge der Vergangenheit", bestätigte Schäfer.
Schnellstmöglich will der Klub die frisch unterschriebenen Verträge zur DFL schicken, um seine Zahlungsfähigkeit nachzuweisen. Andernfalls hätten zumindest Punktabzüge gedroht. Schon vor einem Jahr hatten die DFL-Prüfer den Münchenern die Pistole auf die Brust gesetzt: Mehr als fünf Millionen Euro musste sich der TSV damals beschaffen, um die Auflagen zu erfüllen. Auch nach jenem Kraftakt versprachen die 1860-Chefs vollmundig bessere Zeiten. Das Versprechen konnten sie bislang noch nicht einlösen.
Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry sprechen über die Rückrunde der Bayern. zum Video
Quelle: dpa
Undertaker schrieb:
am 12. Januar 2012 um 16:55:22
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Löwenträume
An Wegei und andere Verblendete: Ein Neuanfang ist für solch einen Verein tödlich. Der Amateurfußball bietet keine
Möglichkeit der Finanzierung des vorhandenen Stadions sowie Trainingsgeländes. Alles andere wäre auch den Bach hinuntergegangen. Ein Wiederaufstieg wie ehemals mit Werner Lorant bliebe Utopie und der Verein wäre für viele Jahre weg vom Fenster, wenn nicht sogar für immer...
Welcher Fan kann das wollen? Dann gäbe es in München nur noch einen Verein.
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