25.11.2009, 14:14 Uhr
Tiefschlag für Claudia Pechstein: Sie bleibt gesperrt. (Foto: dpa) Claudia Pechstein steht vor dem Ende ihrer Karriere: Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigte in seinem 66-seitigen Urteil die Zwei-Jahres-Sperre der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin.
"Das zu akzeptieren, ist für mich unglaublich hart. Nach dem wochenlangen, unwürdigen Hin und Her war das Urteil aber abzusehen", erklärte Pechstein in einer ersten Reaktion, "ich bin nicht mehr über das Ergebnis geschockt, sehr wohl aber darüber, wie es zustande gekommen ist. Erst die ISU, jetzt der CAS. Ich habe lernen müssen, dass es ausgerechnet vor Sportgerichten offenbar keinen Platz für das im Sport so oft beschworene Fairplay gibt." Der 37-Jährigen droht nun die Kündigung ihrer Stelle bei der Bundespolizei. Auch finanziell steht sie beim erwarteten Rückzug von Sponsoren vor einem Scherbenhaufen: Der Eisschnelllauf-Verband streicht die Förderung.
DopingCAS lehnt Pechsteins Eilantrag ab
DopingPechstein: Leben kaputt in einer Minute dreißig
t-online.de ShopNintendo Wii Sports & Fitness
Die Sperre läuft danach rückwirkend vom 8. Februar 2009 bis zum 7. Februar 2011. Der CAS begründete in seinem Urteil, Pechstein weise "abnormale Retikulozyten-Werte verglichen mit der allgemeinen Bevölkerung in Europa und anderen Spitzenläufern und auch im Vergleich mit ihren eigenen Werten auf."
Reaktionen zum Urteil"Dieses Urteil ist wegweisend"
Bei Doping-Tests während der Mehrkampf-WM in Hamar seien bei der Berlinerin Retikulozyten-Werte von 3,49, 3,54 und 3,38 Prozent gemessen worden. Der Grenzwert liegt bei 2,4. Am 8. Januar 2009 seien es nur 1,74 Prozent gewesen, am 18. Februar 1,37 Prozent. "Diese Abnormalität konnte nicht vernünftig durch die verschiedenen Rechtfertigungen der Athletin oder einen medizinischen Hintergrund ausgeräumt werden", heißt es in der Begründung weiter.
DopingFall Pechstein: Vorwürfe vom Trainingspartner
DopingPechstein bald rehabilitiert?
AktuellWeitere Nachrichten zu Claudia Pechstein
Ihr Anwalt Simon Bergmann sprach von einem "schwarzen Tag für die Sportrechtssprechung". Pechstein, die jegliches Doping bestreitet, hatte bereits zuvor angekündigt, nun vor das Schweizer Bundesgericht ziehen zu wollen.
Nach der Bestätigung ihrer Doping-Sperre wird Claudia Pechstein nicht mehr vom Verband gefördert. Dies teilte der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), Gerd Heinze, mit. Durch das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS könne die Athletin "nicht in der Verbandsförderung verbleiben".
Eine Qualifikation für die Olympischen Spielen in Vancouver 2010 ist laut DESG nun nicht mehr möglich, hieß es in der Mitteilung weiter. Zudem werde die DESG gegen das CAS-Urteil keine Rechtsmittel einlegen. Der Verband hatte davor Bedenken an den gegen Pechstein vorgebrachten Beweisen geäußert.
Quelle: sid , dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Hier gibt's die Spielberichte der NBA mit Nowitzki und Co. im Video
Einfach Wunschpartie buchen und live dabei sein. zu den Livestreams
Bei MyTraining.de stellen Top-Experten die effektivsten Übungen zusammen. mehr
Augen-Aufschlag: Die Schönen des Courts. Von Kournikova bis Williams. zur Foto-Show