24.04.2010, 15:09 Uhr | dpa, sid
Gary Paffett in seinem Mercedes C-Klasse auf dem Hockenheimring. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Mercedes-Pilot Gary Paffett hat sich die Pole Position für das erste Saisonrennen im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gesichert. Der Brite fuhr im Qualifying auf dem Hockenheimring in 1:33,214 Minuten die beste Zeit vor Audi-Rivale Martin Tomczyk. In der zweiten Startreihe für das Rennen stehen Bruno Spengler und Jamie Green in zwei weiteren Mercedes. Champion Timo Scheider blieb im Audi überraschend nur Rang neun. Der neue Mercedes-Star David Coulthard aus Schottland muss sein DTM-Debüt vom vorletzten Startplatz in Angriff nehmen. Nur einen Platz davor, auf 16, steht sein Markenkollege Ralf Schumacher.
Paffett stahl den Favoriten die Show. Der 29-Jährige ist in dieser Saison auch als Testfahrer für das McLaren-Team in der Formel 1 unterwegs.
Der Vize-Champion des Vorjahres freute sich: "Das ist ein fantastisches Gefühl, das ganze Team hat einen tollen Job gemacht." Dass mit Spengler und Green zwei weiteren Mercedes C-Klassen die zweite Startreihe bilden, steigert die Chancen der Stuttgarter auf den ersten Auftaktsieg in Hockenheim seit 2006. "Ich muss sagen, das ist besser als erwartet. Ein ziemlich eindrucksvolles Ergebnis", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich räumte ein: "Die Konkurrenz hat heute die Sachen einen Tick besser zusammengebracht."
Deutlich weiter hinten als erwartet steht Scheider. "Wir haben heute ein bisschen Probleme gehabt. Das Grip-Niveau war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte", sagte der Wahl-Österreicher enttäuscht. "Wir haben das leider nicht in den Griff gekriegt, aber das ist manchmal im Leben so."
Für zwei prominente Piloten war schon im ersten der vier Quali-Abschnitte Endstation. Mercedes-Mann Coulthard schaffte es ebenso wenig in die nächste Runde wie sein Markenkollege Ralf Schumacher. Coulthard muss sein DTM-Debüt von Startplatz 17 in Angriff nehmen. "Es war viel schwieriger, als ich nach den Tests erwartet hätte. Ich habe bei der Balance des Autos die falsche Entscheidung getroffen", gab Coulthard zu und setzte sich ein bescheidenes Ziel für sein Debüt: "Ich will einfach nur ankommen."
Tiefer saß die Enttäuschung bei Ralf Schumacher, der in seinem dritten DTM-Jahr möglichst schnell sein erstes Podium holen will. "Das ist natürlich jetzt ein Stück weg", sagte der 34-Jährige. Allerdings kostete eine Fehleinschätzung am Kommandostand Schumacher eine zusätzliche Chance auf eine schnelle Runde auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs. Das Team dachte, Schumachers Zeit würde für die nächste Runde reichen und hielt den früheren Formel-1-Piloten zu lange in der Box. "Das geht klar auf unsere Kappe", gestand Haug.
Quelle: dpa , sid
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