13.09.2011, 16:46 Uhr
Auf der IAA in Frankfurt fällt der Vorhang: Michael Schumacher präsentiert Daimlers neue DTM-Wunderwaffe. (Quelle: dapd)
Um zwölf Uhr mittags ist das Versteckspiel zu Ende. Michael Schumacher geht am linken Kotflügel in Pole-Position, Nico Rosberg am rechten, sie greifen das silberne Tuch und streifen gemessenen Schrittes den Stoff ab, unter dem die Träume sind. Zumindest jener von DTM-Fahrer Gary Paffett, ein bisschen aber auch von Formel-1-Pilot Rosberg. "Ich hoffe, ich kann im Winter mal eine Testfahrt machen", sagte Rosberg nach der Enthüllung des AMG Mercedes C-Coupes auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main.
Auch Michael Schumacher wird nicht müde zu betonen, wie spannend die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft im Jahr 2012 auch aufgrund der Rückkehr von BMW zu werden verspricht. "Das ist eine große Aufwertung der Serie." Aber mehr als das Feld, auf dem sich sein Bruder Ralf betätigt, beschäftigt den 42-Jährigen das eigene Fortkommen im dann dritten Jahr seiner zweiten Karriere. "Ich hoffe, dass unsere Rennautos qualitativ auch so gut sind wie diese Präsentation", erklärte Schumacher und meinte natürlich in erster Linie die Silberpfeile für die Formel-1-WM (BMW testet den DTM-Boliden).
Wochenlang war mehr Schein als Sein bei Mercedes. Die beiden Rennen in Spa und Monza, wo Schumacher mit furiosen Fahrten in dem nur bedingt konkurrenzfähigen Boliden seine alte Klasse aufblitzen ließ, haben neben dem Vergnügen aber auch die Zuversicht zurückgebracht. "Mit den Topteams kämpfen und sich messen zu können, hat natürlich viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass wir noch weiter nach vorne kommen, aber das wird nicht einfach", sagte Schumacher, der "realistisch gesehen" einen Platz auf dem Treppchen für die restlichen Saisonrennen aber ausschließt.
Schumacher setzt aber ebenso auf eine erfolgreiche Aufholjagd in Sachen Entwicklung für das kommende Jahr wie sein in Monza früh aus dem Rennen gekegelte Kollege. "Mercedes gibt Vollgas und ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft auch richtig gut aussehen werden", sagte Rosberg. "Dieses Jahr ist nicht planmäßig verlaufen, wir wollten gewinnen."
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Wie es sich anfühlt, der Konkurrenz vorauszufahren, kennt derzeit keiner besser als Sebastian Vettel. Auf den alten und möglicherweise auch neuen Weltmeister sind die in dieser Saison nicht immer unter einem guten Stern fahrenden Mercedes-Chauffeure schon ein bisschen neidisch. "Sebastian Vettel fährt super, er hat das beste Team und das beste Auto. Sie sind im Paket stärker geworden", sagte Rosberg und erklärte den Red-Bull-Betrieb als beispielhaft. "Es ist wichtig für uns, dass wir das auch schaffen. Aber es ist ein langer Prozess."
Quelle: dapd
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