25.04.2010, 15:08 Uhr | dpa
Beim Saisonauftakt eine Klasse für sich: Gary Paffett in seinem Mercedes C-Klasse (Foto: imago) (Quelle: imago)
Riesenjubel bei Mercedes, Katzenjammer bei Audi: Angeführt von Gary Paffett ist Mercedes mit einem Vierfach-Triumph in die neue Saison des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gestartet. Mit seinem Erfolg vor dem Kollegen-Trio Bruno Spengler, Jamie Green und Paul di Resta bescherte der britische Vorjahres-Vizechampion den Stuttgartern auf dem Hockenheimring den ersten DTM-Auftaktsieg seit 2006. "Super, unglaublich", jubelte Paffett nach seinem 15. Sieg im 60. Rennen. Enttäuschung dagegen bei David Coulthardund Ralf Schumacher: Coulthard beendete sein DTM-Debüt als Zwölfter, Schumacher wurde Neunter.
"Ein Traumstart in die neue Saison. Sehr überzeugend", schwärmte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und meinte mit Blick auf drei Reifenplatzer beim Rivalen: "Es war klar, dass die Aufgabe war, die Reifen am Leben zu halten. Das war der Schlüssel zum Sieg." Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich war dagegen besonders wegen des Ausscheidens des zwischenzeitlichen Spitzenreiters Martin Tomczyk völlig bedient. "Das ist eine riesige Klatsche für uns. Wir haben es nicht geschafft, dass der Reifen auf unserem Auto funktioniert", gestand Ullrich. "Das ist ein Problem, mit dem wir uns intensiv auseinandersetzen müssen."
Begünstigt von Reifenproblemen und strategischen Fehlern bei Konkurrent Audi machte Paffett eindrucksvoll den ersten Stich im Titelkampf mit dem zweimaligen Gesamtsieger Timo Scheider, der nur Siebter wurde. "Es war ein schwieriges Rennen. Wir wussten, dass andere Reifenprobleme hatten", sagte Paffett, der auch die letzten beiden Rennen der vergangenen Saison gewonnen hatte. "Es war ein perfektes Wochenende: Pole und Sieg."
Nur auf den ersten Metern entwickelte sich ein Schlagabtausch zwischen Pole-Mann Paffett und dem neben ihm startenden Tomczyk. Beim Start hielt der Brite den Deutschen knapp auf Distanz. Wenige Kurven später zog der Audi-Pilot aber vorbei. Doch die Führung des Gesamtdritten von 2005 währte nicht lange: In der elften der 39 Runden à 4,574 Kilometer brachte ein Reifenplatzer hinten links Tomczyk um alle Chancen. Der 28-Jährige fiel weit zurück und musste nach einem weiteren Reifenschaden kurz vor Schluss sogar aufgeben. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", schimpfte Tomczyk völlig frustriert. "Das ist einfach scheiße."
Für Audi kam es aber noch dicker. Zunächst platzte auch dem von Startplatz elf bis auf Zwischenrang drei vorgefahrenen Alexandre Prémat (Frankreich) ein Reifen. Dann zerstörten die Ingolstädter durch einen dicken Strategiefehler Mattias Ekström das Rennen. Der Schwede fuhr eine Runde vor dem erlaubten Fenster zum ersten der zwei Pflichtstopps an die Box. An zweiter Stelle hinter Paffett liegend, wurde er von den Rennkommissaren zu einem zusätzlichen Halt verdonnert. Damit waren alle Podestchancen dahin. "Das nehmen wir auf uns", sagte Ullrich.
Paffett ließ sich von all dem nicht mehr beeindrucken und fuhr vor der für DTM-Verhältnisse bescheidenen Kulisse von 78.000 Zuschauern am Rennwochenende nach 178,386 Kilometern souverän als Erster durchs Ziel. Weniger gut lief das Wochenende für Ralf Schumacher, der sich in seiner Mercedes C-Klasse mit Rang neun begnügen musste.
Quelle: dpa
Stephan schrieb:
am 26. April 2010 um 10:19:47
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DTM
Mein meinem Vorredner nur zustimmen. Die DTM war mal eine der besten Serien überhaupt, leider ist das lange vorbei. Früher ging es in
anständigem Rahmen richtig zur Sache, heute wird jede Kleinigkeit bestraft. Dazu uninteressante Strecken, Auslandsrennen am Arsch der Welt fast ohne Zuschauer, austauschbare Fahrer und ein paar abgehalfterte F1-Rentner und zu allem Überfluss keine weiteren Hersteller in sicht. Mir fehlen die Stattrennen, die Flugplätze und die Nordschleife ...
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Frank schrieb:
am 25. April 2010 um 16:54:42
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DTM
Das was sich heute DTM nennt ist ein schatten seiner selbst - was soll man da noch kommentieren - Die echte DTM das war Autorennen in
reinkultur - da wurde nicht gleich jeder rempler geahndet, da kämpfte man ohne jeden moment bestraft zu werden und passiert ist auch nicht mehr als heutzutage
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