16.10.2009, 21:15 Uhr
Hamburgs Ratchuk (re.) jubelt. (Foto: imago)Die Hamburg Freezers haben ihren Absturz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gestoppt. Die Norddeutschen gewannen mit 5:3 in Straubing und gaben damit den letzten Tabellenplatz wieder an die Niederbayern ab. Weiter im Aufwind sind die Frankfurt Lions, die mit dem 4:2-Heimsieg gegen Nürnberg den dritten Tabellenplatz hinter Meister Eisbären Berlin und DEL-Rekordchampion Adler Mannheim festigten.
Bei den Hannover Scorpions zeigte die Rücktrittsdrohung von Trainer Hans Zach kaum Wirkung: Sein Team kassierte beim 5:6 nach Verlängerung in Ingolstadt die fünfte Pleite in Serie. Düsseldorf gewann das "Straßenbahn-Derby" in Krefeld mit 2:1. Für Kassel setzte es beim 3:4 in Wolfsburg die fünfte Auswärtsniederlage hintereinander.
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Die Freezers zeigten in Straubing wieder einmal das ganze Ausmaß ihrer Verunsicherung. John Tripp (5. Minute), Mathieu Biron (9.) und Peter Ratchuk (17.) brachten die Gäste jeweils in Überzahl scheinbar sicher mit 3:0 in Führung. Doch im zweiten Drittel war es zunächst vorbei mit der Hamburger Herrlichkeit. Justin Mapletoft (22.) brachte die Gastgeber mit einem Unterzahl-Tor zurück ins Spiel, René Röthke (25.) und Chad Bassen (29.) sorgten schnell für den Ausgleich.
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Ratchuks zweites Tor (37.) brachte die Hamburger zurück auf die Siegerstraße, doch die Norddeutschen mussten bis zum Ende um den vierten Saisonsieg zittern. Schließlich traf Kimmo Kuhta in der Schlussminute ins leere Tor zum 5:3.
Geheimfavorit Frankfurt fuhr im Schongang seinen vierten Sieg in Serie ein. Zwei Treffer des Kanadiers Joey Tenute (13./20.) sowie Eric Schneider (11.) und Lasse Kopitz (19.) machten schon im ersten Spielabschnitt alles klar.
In Hannover dürfte die Niederlage beim ERC Ingolstadt für weitere Unruhe sorgen. Schon zuvor hatte der frühere Bundestrainer Zach seine Bereitschaft verkündet, bei einer Fortsetzung der Talfahrt seinen Job aufzugeben. "Bevor jetzt alles den Bach runtergeht. Ich bin ja nicht auf das Gehalt der Scorpions angewiesen und bin auch keiner, der das aussitzt und wartet, bis sie mich feuern", sagte Zach der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".
Der 60 Jahre alte Trainer betreut die Niedersachsen seit 2006 und führte das Scorpions-Team in der vergangenen Saison auf Platz zwei in der DEL-Normalrunde. Doch nach einem radikalen Sparkurs ist das Team aus Hannover weit von seiner Vorjahresform entfernt. Ingolstadts Bon Wren besiegelte in der dritten Minute der Verlängerung die nächste Schlappe der Scorpions.
Quelle: dpa
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