30.06.2010, 21:42 Uhr | dpa, sid
Cheftrainer Rich Chernomaz führte die Frankfurt Lions in der DEL-Saison 2009/10 auf Platz zwei der Hauptrunde. Eine weitere wird es für die Mainstädter vorerst nicht geben. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die Frankfurt Lions erhalten keine Lizenz für die kommende Spielzeit in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Wie der im Insolvenzverfahren stehende Klub mitteilte, hat die DEL den Hessen "einseitig, außerordentlich und mit sofortiger Wirkung" den Lizenzvertrag gekündigt.
Nach Auffassung des Gremiums konnten die Lions zum Abschluss des Lizenzbestätigungsverfahrens ihre "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemäß der Lizenzordnung der DEL nicht innerhalb der am 23. Juni 2010 abgelaufenen Ausschlussfrist" nachweisen, hieß es zur Begründung.
Die Lions hatten kurz vor Ablauf der Frist noch Unterlagen eingereicht, die für die Erteilung der Spielerlaubnis erforderlich sein sollten. Nun folgte der Tiefschlag. Die Zusagen der Stadt Frankfurt, unbezahlte Rechnungen für die Nutzung der Eissporthalle in den nächsten zehn Jahren zu begleichen, reichten dem Liga-Verband offensichtlich nicht aus. Die Hessen hatten in ihrer Bilanz zuletzt einen Fehlbetrag in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgewiesen.
Auch der Plan, die Einnahmen aus einer anvisierten Vergabe des Namenrechts für die Eissporthalle zwischen der Stadt und den Lions aufzuteilen und den Profis Gehaltseinbußen in Höhe von 20 Prozent zu verordnen, schlug fehl. Am 28. Mai hatten die Lions beim Frankfurter Amtsgericht ihre drohende Zahlungsunfähigkeit angemeldet.
Gegründet wurde der Verein 1991, Höhepunkt in der Klubgeschichte war der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2004. In der vergangenen Saison belegten die Lions in der Vorrunde den zweiten Platz, schieden aber im Play-off-Viertelfinale gegen Ingolstadt aus.
Die Lions sind der erste Verein unter sieben vom möglichen Lizenzentzug bedrohten DEL-Klubs, die keine Spielberechtigung erhalten haben. Neben Frankfurt warten Kassel wie auch die Vereine aus Köln, Krefeld, Hannover, Hamburg und Berlin auf grünes Licht von der DEL. "Die Klubs müssen sich einfach noch bis zum 2. Juli gedulden. Das ist ein normaler Vorgang und kommt jedes Jahr vor", hatte DEL-Sprecher Alexander Morel gesagt. Nach der Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer wollte die Gesellschafter-Versammlung der DEL in Köln eigentlich am 2. Juli abschließend über die Lizenz-Vergabe beraten.
Bei dem Treffen soll auch über eine mögliche Aufnahme von Zweitliga-Meister EHC München entschieden werden. Die Bayern befinden sich per Schiedsgerichtsbeschluss trotz verspäteter Vorlage einer Sicherheitsleistung wieder im Lizenzprüfungsverfahren.
Quelle: sid , dpa
ich schrieb:
am 1. Juli 2010 um 10:50:37
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Pinguine
Bitte liebe DEL, befreit die Stadt Krefeld von den Pinguinen und erteilt dieser Pleitemannschaft keine Lizenz. Schade, geht ja
leider nicht, es sitzt ja noch ein Herr Fabel in ihren Gremien.
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Vw. schrieb:
am 1. Juli 2010 um 09:49:00
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DEL
...ist und bleibt eine Pleite-Liga!!
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