20.05.2010, 21:03 Uhr | dpa
Das deutsche Eishockey-Märchen geht weiter: Erstmals seit 57 Jahren steht der WM-Gastgeber nach dem 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)-Sieg über Erzrivale Schweiz unter den besten Vier einer Weltmeisterschaft. Dort hat die deutsche Auswahl am Wochenende in Köln das erste Edelmetall seit Olympia-Bronze 1976 im Visier.
Philip Gogulla (31.) sorgte mit seinem Tor in Mannheim für riesige Euphorie auf und außerhalb des Eises. Halbfinalgegner am Samstag um 18 Uhr ist Titelverteidiger und Rekordchampion Russland, gegen den es in der Zwischenrunde ein knappes 2:3 gegeben hatte. Das andere Semifinale bestreiten zuvor um 14 Uhr Schweden und Tschechien.
"Uns ist allen bewusst, dass wir etwas Besonderes erreichen können", sagte der äußerst angespannt wirkende Bundestrainer Uwe Krupp unmittelbar vor der Partie. Den Schweizern war von einer Verunsicherung nach zuletzt zwei Niederlagen nichts anzumerken. Schon in der zweiten Minute setzte Paolo Duca den Puck an den Pfosten.
Danach bewahrte Torhüter Dennis Endras die wie beim Eröffnungsspiel in goldenen Trikots angetretene deutsche Mannschaft mehrmals vor einem Rückstand. "Es kommt darauf an, dass wir dem Ansturm der Schweizer in ersten Minuten standhalten", hatte Co-Trainer Harold Kreis vor der Begegnung gewarnt - das gelang.
Im ersten deutschen Viertelfinale seit 2003 brachte ein Aussetzer des Schweizer Torjägers Martin Plüss die Gastgeber vor den 12.500 Fans in der ausverkauften SAP-Arena besser ins Spiel. Als Endras den Puck schon sicher hatte, schob Christian Ehrhoff den Stürmer noch ein Stück zur Seite. Plüss revanchierte sich heftig: "Ich habe ihn ein bisschen ausgeblockt, dann hat er mir mit dem Schläger zwischen die Beine gehauen - da wo es wehtut", berichtete Ehrhoff.
Plüss musste schon in der 16. Minute unter die Dusche, doch aus dem fünfminütigen Powerplay machte das deutsche Team wieder einmal nichts. Die Schweizer zeigten, warum sie zuvor in Unterzahl noch ohne Gegentor bei der WM waren. "Wir haben nicht die großen Chance gekriegt, deswegen war es kein Vorteil", sagte der schussstarke Ehrhoff, der als Einziger neben Routinier Daniel Kreutzer 2002 beim bislang letzten WM-Sieg über die Eisgenossen in Finnland dabei war.
André Rankel verzog nach nur sieben Sekunden des zweiten Drittels allerdings knapp, zwei Minuten später vergab der Berliner die bis dahin beste deutsche Chance freistehend gegen Torhüter Martin Gerber. Auf der anderen Seite traf Andres Ambühl, neben Plüss bisher bester Schweizer Angreifer, zum zweiten Mal den deutschen Pfosten (27.).
Doch die deutsche Auswahl war nun besser im Spiel und durfte jubeln, als Nordamerika-Profi Gogulla nach Schuss von Alexander Sulzer zu seinem ersten WM-Tor abstaubte. Die Führung gab enormes Selbstbewusstsein. "Wir müssen jetzt die härtesten 20 Minuten in unserem Leben spielen. Wir haben alle ein Ziel vor Augen", sagte Gogulla in der zweiten Pause. Der Ex-Kölner war zuletzt nur überzähliger Stürmer im DEB-Team gewesen. Die Schweizer machten im letzten Drittel mächtig Druck auf die bisher so starke deutsche Defensive, in der Endras erneut ein fantastischer Rückhalt war. Trotz turbulenter Szenen vor dem Kasten des Augsburgers fiel der Ausgleich nicht mehr.
Quelle: dpa
toto68 schrieb:
am 21. Mai 2010 um 12:12:33
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super jungs
da können die herren fußballmillionäre nur von täumen und viel lernen was es heist für sein land zu spielen.was mit
kampf,leidenschaft,siegeswillen bis zur letzten sekunde alles geht.einfach wahnsinn!!!!egal was jetzt passiert,ihr habt jetzt schon gewonnen,jungs!!!!
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maddin468 schrieb:
am 21. Mai 2010 um 10:56:44
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Klasse Leistung!
Keine Frage - aber auch kein Grund zum Abheben. Während Schweizer Eishockey in der Reichweite des deutschen liegt, ist
Russland ein ganz anderes Kaliber. Deutschland wird um Bronze kämpfen dürfen, was aber auch schon eine Sensation ist. Andererseits muß man sich fragen, was von einer Eishockey-WM zu halten ist, wo die Top-Mannschaften und eindeutigen Favoriten nicht mit ihren besten Leuten antreten. Insofern gab Olympia in Vancouver ein ehrlicheres Bild des Niveaus der einzelnen Nationen ab.
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Roger schrieb:
am 21. Mai 2010 um 10:37:39
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Russe Alex
Natürlich war etwas Glück bei den deutschen Spielen dabei, aber Glück hat im Leben nur der Tüchtige und dies trifft auf die
deutsche Mannschaft absolut zu.
Natürlich spielen die Russen ein tolles Eishockey, eine Ausnahme : Gegen Deutschland, das hätte auch für die Russen " ins Auge gehen können. Scheint Herr Alex offensichtlich nicht gesehen zu haben und von Eishockey scheint er auch nicht viel Ahnung zu haben ( habe selber 12 Jahre aktiv gespielt ) insofern lasst ihn rumnörgeln.
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