23.05.2010, 21:12 Uhr | dpa, t-online
Tschechien hat den Erzrivalen Russland vom Eishockey-Thron gestoßen und wie vor neun Jahren bei der Weltmeisterschaft triumphiert. Die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr siegten in Köln im Endspiel 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) gegen den Rekordchampion und Weltmeister der vergangenen beiden Jahre. Während die Russen ihren 26. Erfolg verpassten, holten die zuletzt vor fünf Jahren erfolgreichen Tschechen ihren zwölften Titel. Schon 2005 war Jagr in Wien dabei, Trainer Vladimir Ruzicka stand auch damals an der Bande und hört nun auch als Weltmeister auf.
Die Tschechen gingen bereits nach 20 Sekunden durch Jakub Klepis in Führung, und Tomas Rolinek (39.) besiegelte mit einem regulären Schlittschuh-Tor die erste russische Niederlage nach 27 WM-Siegen in Folge. Der Anschluss von Pawel Datsjuk (60.) kam zu spät. Gastgeber Deutschland verlor zuvor das Spiel um Platz drei 1:3 gegen Schweden.
Vor den Augen des extra angereisten tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus begann die Partie mit einem Paukenschlag. Der 38-jährige Jagr setzte beim ersten Angriff mustergültig Klepis in Szene, der zum Entsetzen der vieler russischer Fans unter den 19.132 Zuschauern einschoss. Torschütze und Vorbereiter spielen in Russland zusammen für Avangard Omsk.
Die Russen mussten dagegen wie beim 1:2 gegen Deutschland im Halbfinale einem Rückstand nachlaufen, was offenbar Kraft gekostet hatte. Allerdings hatte der Favorit auch Pech: Sergej Fjodorow scheiterte am Pfosten, Maxim Afinogenow am toll reagierenden Torhüter Tomas Vokoun, der 2005 ebenfalls Rückhalt des Weltmeister-Teams war. Dazjuk, gegen Deutschland Siegtorschütze, brachte den Puck zwar im Netz unter - allerdings knapp nach dem Ertönen der Sirene zur ersten Drittelpause.
Mehr Glück hatten die Tschechen: Bei einem ihrer gefährlichen Konter sorgten erneut zwei Russland-Legionäre für das zweite Tor: Kapitän Rolinek bekam einen Pass von Karel Rachunek unabsichtlich an den Schlittschuh, von dort segelte die Scheibe ins Netz. Zuvor hatten sich die russischen Stars Alexander Owetschkin und Fjodorow gegenseitig umgefahren. Die Tschechen brachten den Erfolg danach trotz Unterzahl und des Gegentores von Datsjuk nach Hause.
Quelle: t-online.de , dpa
Tom schrieb:
am 24. Mai 2010 um 12:41:18
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Klasse Spiel
Das war Eishockey vom Feinsten. Erst Deutschland-Schweden, dann Russland gegen Tschechien. Es hat Spaß gemacht, zuzusehen. Hut
ab vor der Deutschen Mannschaft. Was hier von den Teams in den paar Tagen geleistet wurde, da können sich die hochbezahlten Fußball "profis" ein gehöriges Stück abschneiden. Aber die schaffen ja nur maximal zwei Spiele in einer Woche.
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Caesor schrieb:
am 24. Mai 2010 um 09:34:47
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Tschechien Weltmeister
Es ist immer wunderbar, wenn die Mannschaft eines relativ so kleinen Landes
unter Beweis stellt, dass im Wettstreit
Mensch gegen Mensch, viele bedrückende Maßstäbe sich plötzlich doch ganz neu darstellen lassen. Mit so einem Freudentag für unser Nachbarland könnte der längst überfällige Antrittsbesuch unseres Ministerpräsidenten Seehofer unter einem guten Omen stehen.
Gratulation nach Prag!
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FRANK schrieb:
am 24. Mai 2010 um 02:16:07
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SCHADE!!!!!!
Schade für Deutschland. Ich habe heute das Endspiel gesehen, mit dieser Leidenschaft von gestern und heute, denke ich, dass
Deutschland eine richtig gute Gelegenheit gehabt hätte zum ersten Mal die WM zu gewinnen. Trotzdem Danke Uwe Krupp und dem gesamten Team für eine tolle WM. Und wenn unsere Jungs immer so kämpfen, nicht nur zu Hause, dann ist auch mal wieder eine Medaille, wenn nicht mehr drin. Wir hatten im Fussball das Wunder von Bern, beinahe hätten wir im Eishockey das Wunder von Köln...
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