07.11.2009, 18:26 Uhr
Anni Friesinger-Postma ist mit ihrer Leistung unzufrieden. (Foto: imago)Anni Friesinger-Postma schüttelte nur ungläubig den Kopf. Für den deutschen Sprintstar verlief der Einstieg in die internationale Eisschnelllauf-Saison alles andere als optimal. Die 16-malige Weltmeisterin musste ihren Verletzungsproblemen Tribut zollen und kam über 1.000 Meter nur auf den deprimierenden 15. Platz.
"Ich bin einfach nicht topfit", sagte Friesinger, die in der Vorwoche die nationalen Titelkämpfe noch wegen eines geschwollenen Knies abgesagt hatte. "Ich habe in Knie und Knöchel gleich zwei Bremsen: Das Knie tut nicht weh, aber ich kann den Druck nicht aufs Eis bringen", fügte sie hinzu und räumte nach dem schlechtesten Saisonstart ihrer Karriere zugleich ein: "Dass es so schlecht wird, hätte ich nicht gedacht."
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Beim Sieg von Weltmeisterin Christine Nesbitt (1:15,41) war Friesinger über zwei Sekunden langsamer als die Kanadierin und verpasste sogar die direkte Olympia-Qualifikation. "Die Leiter nach Vancouver ist noch sehr lang, die Stufen sind sehr weit auseinander", resümierte sie unzufrieden. "Wir hatten gewusst, dass es nicht optimal wird, aber wir hatten gehofft. Wenn ich ihren Lauf sehe, wundert mich die Zeit nicht mehr", sagte ihr Trainer Gianni Romme.
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Jubeln konnte Monique Angermüller. Sie lief über 1.000 Meter als Siebte in 1:16,84 zum Olympia-Ticket und unterbot über 500 Meter als Zwölfte in 38,58 Sekunden ihre persönliche Bestzeit, die sie im Februar auf der Hochlandbahn von Salt Lake City aufgestellt hatte. Damit erfüllte sie auch auf der 500-Meter-Distanz die halbe Olympia-Norm, für die einmal Platz acht oder zweimal Platz 16 nötig ist. "Das ist für mich heute so wie ein Sieg. Ich habe mein erstes Ziel erreicht, die ersten Freudentränen habe ich verdrückt", meinte die 25-Jährige.
Rekord-Weltmeister Sven Kramer dominierte die 5.000 Meter. In 6:14,69 Minuten kam der 23 Jahre alte Niederländer bei seinem insgesamt 24. Weltcupsieg bis auf fünf Sekunden an seinen drei Jahre alten Bahnrekord heran. Als bester Deutscher belegte Marco Weber (München) in 6:31,77 den 13. Platz. Für eine Überraschung sorgte der 19-jährige Patrick Beckert, der in 6:32,50 seine Bestzeit um mehr als fünf Sekunden drückte und damit wie Weber und Angermüller die halbe Olympia-Norm schaffte.
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Quelle: dpa
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