09.11.2009, 14:31 Uhr
Die Form von Anni Friesinger-Postma stimmt noch nicht. (Foto: imago)Für Anni Friesinger-Postma verlief der Einstieg in die Eisschnelllauf-Saison alles andere als optimal. Die 16-malige Weltmeisterin wurde mal wieder Opfer ihres eigenen Ehrgeizes. Die Bilanz nach dem verfrühten Saisonstart beim Weltcup in Berlin fiel äußerst negativ aus, und die Planungen für den Olympia-Winter erhielten einen Rückschlag.
Trotz der Probleme am rechten Knie war die 16-malige Weltmeisterin beim Heim-Weltcup gestartet und hatte mit Rang sieben (1500 m) und Platz 15 (1000 m) einen missglückten Auftakt hingelegt.
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"Vielleicht war es doch zu früh", sagte Friesinger-Postma nach den Wettkämpfen ungewohnt kleinlaut: "Jetzt muss ich das Bein hochlegen und schonen, schonen, schonen." Dabei hatte sich die mittlerweile 32-Jährige im Vorfeld der Saison als gereifte Persönlichkeit präsentiert und Besserung gelobt. Sie werde nur noch starten, wenn sie hundertprozentig fit sei, hieß es. Der Raubbau am Körper früherer Jahre, als sie mit Starts auf nahezu allen Strecken aufhorchen ließ, sollte vor allem mit Blick auf die Olympischen Spiele in Vancouver (12. bis 28. Februar) der Vergangenheit angehören.
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Damit zog Friesinger-Postma auch die Konsequenzen aus den vergangenen Olympia-Wintern, als sie jedem Lorbeer nachstellte. Vor Olympia 2002 in Salt Lake City gewann sie 10 Weltcups bei 13 Starts, vor Turin 2006 waren es 11 Weltcupsiege bei 14 Starts. Zum Höhepunkt fehlte ihr dann allerdings die Kraft, am Ende gab es jeweils nur einmal Gold - die Eis-Queen hatte mit mehr geliebäugelt. Mit einem reduzierten Einsatzplan sollte eine ähnliche Entwicklung vor den wahrscheinlich letzten Spielen in Vancouver auf jeden Fall vermieden werden.
Doch all die guten Vorsätze fielen in Berlin zusammen wie ein Kartenhaus. Obwohl sie die Schmerzen im Knie verspürte, ging die Ausnahme-Athletin aufs Eis. Ihr Trainer Gianni Romme deutete an, wie groß das Risiko war: "Es war schon ein Erfolg, dass Anni starten konnte." Nun muss sie selbst die Rechnung zahlen. "Ich darf mir in den nächsten Wochen keinen Fehler leisten. Alles wird mit meinem Vertrauensarzt abgesprochen", sagte sie.
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Nicht allein das rechte Knie, an dem sie sich im vergangenen Jahr einer Meniskus-Operation unterziehen musste, bereitet Friesinger-Postma Probleme. Auch eine Knöchelverletzung stört beim Laufen. "Ich habe zwei Problemzonen", gestand die zweimalige Olympiasiegerin in Berlin. Doch all zu lange dürfen sie die Schmerzen nicht stören. Schon am kommenden Wochenende geht es weiter, dann steht im niederländischen Heerenveen der nächste Weltcup auf dem Programm.
Quelle: sid
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