03.09.2010, 17:20 Uhr | sid, t-online.de
Joachim Löw hat Sorgen vor dem Belgien-Spiel. (Foto: ddp)
Alle Fans und Beobachter, die vom WM-Dritten Deutschland nach den Weltklasseleistungen in Südafrika einen Spaziergang durch die EM-Qualifikation erwarten, sollten dem Bundestrainer ganz genau zuhören. Joachim Löw wurde nicht müde, vor der Schwere der Auftakt-Aufgabe heute Abend in Brüssel gegen Belgien (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) zu warnen: "Große Mannschaften haben sich nach guten Turnieren oft schwergetan", erinnerte der Bundestrainer an Beispiele aus der Vergangenheit. So verpasste 1984 Weltmeister Italien klar die EM in Frankreich. Löws größte Sorge ist der frühe Termin für den Beginn des "EM-Marathons": "Es ist ein ernsthaftes Problem, dass einige Spieler noch nicht ihren Leistungszenit erreicht haben."
Dabei hält es Löw für unerlässlich, bereits jetzt über sich hinauszuwachsen, "denn wir wollen unbedingt einen guten Start erwischen". Immerhin wartet drei Tage nach dem Ausflug zum Gegner aus dem EM-Endspiel von 1980 mit Ex-Bundestrainer Berti Vogts und Aserbaidschan ein Kontrahent, gegen den die Punkte auf dem Weg nach Polen und in die Ukraine fest einkalkuliert sind.
Diese Selbstverständlichkeit verbietet sich mit dem Blick auf den Nachbarn aus Belgien, rangiert der auch nur noch auf Position 48 der FIFA-Weltrangliste und bestritt seit zehn Jahren (damals als Mit-Gastgeber der EM) kein großes Turnier mehr.
Hinsichtlich der Verfassung der deutschen Mannschaft ticken die Uhren vor allem bei den erfolgreichen Akteuren des Meisters FC Bayern München noch reichlich langsam. Die 0:2-Pleite der Münchner bei Aufsteiger Kaiserslautern sah Löw live im Stadion. Dabei wurde deutlich, dass WM-Torschützenkönig Thomas Müller, Philipp Lahm, Miroslav Klose, Mario Gomez, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos ihrer Form derzeit noch weit hinterherlaufen. Aber auch die Verfassung der zu Real Madrid gewechselten Sami Khedira und Mesut Özil wirft noch Fragezeichen auf. "Deshalb müssen wir gegen Belgien auch höllisch aufpassen. Denn sie haben eine sehr junge, hungrige Mannschaft. Wir sind zwar nicht müde, aber natürlich fehlt uns noch Wettkampfpraxis. Es kann noch nicht alles so funktionieren, wie bei der Weltmeisterschaft gegen England oder Argentinien", sagte Lahm, der die DFB-Auswahl in Vertretung von Michael Ballack wie bei der WM als Kapitän aufs Feld führen wird.
"Die Belgier konnten sich drei Monate auf dieses Spiel vorbereiten", erinnerte Löw. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen. Sie befinden sich in einem Neuaufbau und wollen sich unbedingt mal wieder für ein großes Turnier qualifizieren."
Für seine Spieler beginne derweil nach der EM 2008 und der WM 2010 eine neue "Zeitrechnung": die mittlerweile dritte unter Löw, der voraussichtlich zehn WM-Fahrer für die Startelf nominiert. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jerome Boateng und Arne Friedrich wird Heiko Westermann als einziger Spieler in der ersten Elf stehen, der nicht an der WM in Südafrika teilgenommen hat. Westermann wird an der Seite von Per Mertesacker die Innenverteidigung bilden. Im Mittelfeld sollen Schweinsteiger, Özil, Khedira, Müller sowie der schwach in die Saison gestartete Lukas Podolski für Wirbel sorgen. Alleinige Sturmspitze wird wie bei der WM Miroslav Klose sein. Die Außenbahnen in der Defensive besetzen wohl der Hamburger Marcell Jansen und Lahm.
Belgien: Bailly - Alderweireld, van Buyten, Kompany, Vermaelen - Verthongen, Simons - Hazard, Fellaini, Dembele - Lukaku
Trainer: Leekens
Deutschland: Neuer - Lahm, Mertesacker, Westermann, Jansen - Schweinsteiger, Khedira - Müller, Özil, Podolski, Klose
Trainer: Löw
Schiedsrichter: Terje Hauge (Norwegen)
Quelle: sid , t-online.de
Jimmy schrieb:
am 3. September 2010 um 19:59:27
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Löw
über diese wirklich niveaulosen und dummen Kommentare zu Bundestrainer Löw kan man wirklich nur den Kopf schütteln. Wenn die NM bei
der WM abgeschnitten hätte wie die Franzosen, Engländer oder Argentinier, könnten manche Aussagen nicht schlimmer sein. Dieses ewige Gemecker, egal was der Mann sagt. Die deutsche NM hat Jahrzehnte nicht mehr so vie Lob im Ausland erhalten wie unter Löw. Dass in D soviel Hirnlose sind die sagen ein 3. Platz mit einer blutjungen Mannschaft sei nichts
stimmt bedenklic
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Sabine schrieb:
am 3. September 2010 um 19:59:06
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Belastung
Herr Löw könnte die Weltmeister Elf aus Spanien zur Verfügung haben
Außer Jammern und Schönreden würde er nix draus machen
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amibubi schrieb:
am 3. September 2010 um 19:54:19
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mannschaftskapitän
gut gemacht, Löw. So wird keinem weh getan. Natürlich ist Lahm der Bessere, aber durch diesen Schachzug wird der
sowieso nur durch die Medien gefeierte Ballack kaltgestellt. Ich habe noch kein super Spiel von ihm gesehen, auch nicht in England.
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