01.05.2011, 20:03 Uhr
Der THW Kiel verpasst gegen Barcelona den Sprung in die Endrunde. (Foto: dpa)
Der Traum von der Titelverteidigung ist geplatzt: Der THW Kiel musste im Viertelfinale der Handball-Champions-League die Segel streichen. Die Norddeutschen konnten die 25:27-Hinspielniederlage nicht wettmachen und unterlagen vor eigenem Publikum gegen den FC Barcelona mit 33:36 (15:19). Die SG Flensburg-Handewitt betrieb mit einem 22:21 (13:9)-Sieg bei BM Ciudad Real lediglich Ergebniskosmetik: Auch für sie reichte es aufgrund der Hinspielpleite nicht für das "Final4".
Rekordmeister Kiel hat durch das Ausscheiden auch seine zweite Titelchance in der laufenden Saison verspielt. Nach der bereits abgehakten Meisterschaft bleibt den Zebras als letzte Hoffnung der nationale Pokal, um erstmals seit 2003 nicht wieder eine Saison ohne Trophäe abzuschließen.
Der Titelverteidiger aus Kiel fand gegen den siebenmaligen Königsklassen-Champion nicht in die Partie und wurde mit wachsendem Vorsprung der Gäste immer nervöser. Das Team von Coach Xavi Pascual agierte vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Arena präsenter, abgeklärter und spielfreudiger. Die Entscheidung fiel schon zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Barcelona die Pausenführung auf einen Acht-Tore-Vorsprung zum 24:16 in der 36. Minute verdoppeln konnte.
Erhobenen Hauptes hat sich derweil die SG Flensburg-Handewitt aus der Königsklasse verabschiedet und bei BM Ciudad Real in letzter Sekunde 22:21 (13:9) gewonnen. Im Vergleich zur 24:38-Schmach im ersten Aufeinandertreffen zeigten sich die Schleswig-Holsteiner deutlich verbessert. Doch schon vor Anpfiff hatten die Norddeutschen lediglich theoretische Chancen auf den Einzug in die Endrunde.
SG-Coach Ljubomir Vranjes wechselte in der Quijote Arena munter durch, um in seinem von Verletzungen geplagten Team Kräfte für die verbleibenden Aufgaben in der Bundesliga zu schonen. Mit nur elf Akteuren war Flensburg nach Spanien gereist. Torhüter Dan Beutler blieb aus privaten Gründen zu Hause, Rechtsaußen Lasse Svan Hansen musste mit Leistenbeschwerden zuschauen.
Das Final Four am 28. und 29. Mai in Köln ist eine rein deutsch-spanische Angelegenheit: Neben dem Vorjahresfinalisten Barcelona und dem spanischen Meister BM Ciudad Real qualifizierten sich auch der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen.
Quelle: sid , dpa
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