22.02.2012, 14:40 Uhr
Seinem Ruf als Lautsprecher ist Christoph Daum vor dem Europa-League-Rückspiel gegen Hannover 96 wieder einmal gerecht geworden. Wortgewaltig schimpfte der deutsche Trainer des FC Brügge: "Unser Platz ist so schlecht, dass ein Bauer seine Kühe nicht darauf lassen würde, aus Angst, dass sie sich die Beine brechen." Hannover 96 ist dennoch ohne Angst vor dem Acker, aber zumindest mit Respekt vor der Atmosphäre im Jan-Breydel-Stadion nach Flandern gereist. "Es wird schwer, uns erwartet ein heißer Tanz", sagte Trainer Mirko Slomka vor der Partie (Donnertag ab 18:50 Uhr im t-online.de Live-Ticker).
Vor und nach dem 1:2 in Hannover hatte sich Daum noch um Mäßigung bemüht. Mit Blick auf das Rückspiel in Brügge führte die schwere Verletzung seines Linksverteidigers Fredrik Stenman (Achillessehnenriss) im heimischen Stadion allerdings zu einer für Daum typischen Verbal-Attacke. "Das ist der schlechteste Platz, den ich in meiner Karriere erlebt habe", wetterte der Coach. Der Rasen des Stadions, das sich sein Klub mit Cercle Brügge teilt, "ist ein echtes Risiko".
Die Königsblauen retten gegen Pilsen gerade noch ein Unentschieden. zum Video
Angesichts der Brügger Personalprobleme bemühte Daum in seiner unnachahmlichen Art den Begriff des "russischen Roulettes". Die Aussichten, gegen den Siebten der Bundesliga das Achtelfinale zu erreichen, sieht der Fußball-Lehrer als nicht sonderlich gut an. "Es wird sehr, sehr schwer", sagte Daum: "Wir müssen fast fehlerfrei spielen."
Hannover ist im Vorteil, das in diesem Jahr noch ungeschlagene 96-Team wäre schon mit einem Unentschieden eine Runde weiter. "Wir müssen Druck machen, Hannover wird auf Konter lauern", prophezeite Daum.
Für das bevorzugte Spiel der Hannoveraner mit schnellen Gegenangriffen ist die Ausgangslage tatsächlich ideal. Die überfallartigen Konter sind eine 96-Spezialität, mit der die Mannschaft bei ihrer ersten Europa-League-Teilnahme schon mehrfach glänzte. In dem im Januar geholten Mame Diouf hat Hannover zudem einen pfeilschnellen Stürmer, der perfekt zu dieser Taktik passt.
Trainer Slomka warnte dennoch vor Euphorie. "Das wird eine ganz enge Nummer", sagte der Coach: "Wir müssen alle in Topverfassung sein." Das Auftreten der Daum-Truppe im Hinspiel hat den 96-Coach durchaus beeindruckt: "Das ist wirklich ein sehr starker Gegner." Vor allem Joseph Akpala, in der Europa League bisher mit vier Toren erfolgreich, ist ein gefährlicher Stürmer.
Mit einem eigenen Treffer würde es für Hannover leichter. "Nur mit Verteidigung kommen wir nicht weiter", sagte Sofian Chahed, der für den gesperrten Kapitän Steven Cherundolo als rechter Verteidiger spielen wird. Links kann Slomka den wieder fitten Christian Schulz einsetzen. Einsatzbereit ist auch der zuletzt beim 4:2-Sieg gegen Stuttgart fehlende Topstürmer Mohammed Abdellaoue.
Uwe schrieb:
am 22. Februar 2012 um 20:47:43
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96-Brügge
Wenn die Roten an die Leistung vom Stuttgartspiel anknüpfen können sollte es klappen mit der Nächsten Runde .Habe auf Ran.DE
die 2. Halbzeit vom Heimspiel gesehen , nur so als Appetithäppchen für Morgen .
NUR DER HSV
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