25.02.2010, 21:24 Uhr
Bremens Almeida feiert den Torschützen Naldo. (Foto: ddp)
Claudio Pizarro hat Werder Bremen ins Achtelfinale der Europa League geschossen. Die Bremer setzten sich im Rückspiel der ersten K.-o.-Runde gegen Twente Enschede mit 4:1 (3:1) durch und machten damit die 0:1-Hinspiel-Niederlage wett. Pizarro mit einem Dreierpack (15./20./58.) sowie Naldo (27.) erzielten vor 20.963 Zuschauern die Tore für die überlegene Elf von Coach Thomas Schaaf. Den niederländischen Ehrentreffer markierte Luuk de Jong (33.).
Auch der kurzfristige Ausfall von Nationaltorwart Tim Wiese wegen einer Adduktorenverletzung sollte die Bremer in ihrer Mission nicht aufhalten - für den Stammkeeper begann Christian Vander zwischen den Pfosten (er wird auch in der Bundesliga gegen Mainz spielen). Vander hatte zunächst einen ruhigen Abend, denn Werder setzte von Beginn an auf bedingungslose Offensive. Belohnt wurde der letztjährige DFB-Pokal-Sieger nach eine Viertelstunde, als Pizarro eine scharfe Hereingabe von Hugo Almeida zur Führung verwertete. Nur fünf Minuten später setzte der Peruaner noch einen drauf, als er eine sehenswerte Kombination über Marko Marin und Özil abschloss.
Vor allem der zuletzt formschwache und heftig kritisierte Özil blühte auf und hätte in der 22. Minute das dritte Tor erzielen können: Twentes Schlussmann Sander Boschker blockte den Schuss des 21-jährigen Nationalspielers, Almeidas Nachschuss ging an den Pfosten. Bremen ließ nicht locker und wurde durch Naldo belohnt, der nach einem Konter Boschker mit einer cleveren Körpertäuschung austrickste und lässig zum 3:0 einschob. Der Verteidiger markierte seinen bereits dritten Treffer im laufenden Wettbewerb und das insgesamt 13. Pflichtspieltor in dieser Saison.
Gespielt war noch keine halbe Stunde, als die Fans auf den Rängen des Weserstadions bereits "Oh, wie ist das schön" anstimmten. Die ersten Siegesgesänge verstummten aber schnell, als Twente der überraschende Anschlusstreffer gelang. Bryan Ruiz konnte auf der rechten Seite ungestört flanken und der in der Mitte alleingelassene de Jong köpfte zum 1:3 ein. "Da haben wir dem Gegner zu viel Platz gelassen", bemängelte Werders Co-Trainer Wolfgang Rolff in der Pause.
Aufrüttelnd scheint die Pausenansprache in der Werder-Kabine aber nicht gewesen zu sein: Die Bremer ließen den Gästen im zweiten Durchgang zunächst weiter viel Platz und wackelten in der Abwehr. Ruiz hätte den Norddeutschen in der 57. Minute die Quittung für ihre Passivität präsentieren können, als er allein vor Vander auftauchte, den Ball aber an den Pfosten schoss.
Besser machte es Pizarro nur Sekunden später: Özil schickte den Stürmer steil und der bezwang Schlussmann Boschker zum dritten Mal. Almeida hätte sich für eine engagierte Leistung in der 73. Minute selbst belohnen können, aber einen Flugkopfball des Stürmer konnte Boschker parieren. Der Sieg der Bremer geriet in den Schlussminuten nicht mehr in Gefahr.
Quelle: dpa
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