10.02.2010, 16:14 Uhr
Hatte die Stasi doch ihre Finger im Spiel, als Lutz Eigendorf starb? (Foto: dpa)Der mysteriöse Tod des Fußballers Lutz Eigendorf, der 1979 aus der DDR geflüchtet war, könnte erneut die Berliner Staatsanwaltschaft auf den Plan rufen. Ein früherer Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi hatte vor dem Düsseldorfer Landgericht von einem Mordauftrag berichtet.Der Direktor der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte, Hubertus Knabe, beantragte die Wiederaufnahme der Ermittlungen.
Den Mord-Auftrag vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) habe der IM zwar angenommen, gibt aber an, ihn nicht ausgeführt zu haben, sagte Knabe. Der Historiker bat die Berliner Staatsanwaltschaft auch um eine Prüfung, ob die Leiche des Fußballers exhumiert werden könne. In MfS-Unterlagen habe es Hinweise auf eine Vergiftung gegeben. Eigendorf starb 1983 bei einem Auto-Unfall bei Braunschweig. Immer wieder war spekuliert worden, dass die Stasi dabei ihre Hände im Spiel hatte.
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"Wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. "Mord verjährt nicht." Die Anklagebehörde hatte den Fall über Jahre geprüft, zuletzt waren die Ermittlungen 2004 eingestellt worden. Handfeste Beweise wurden nicht gefunden.
Lutz Eigendorf spielte in der DDR für den BFC Dynamo Berlin - den Lieblingsklub von Stasi-Chef Erich Mielke. Vier Jahre nach Eigendorfs Republikflucht krachte das Auto des 26-Jährigen gegen einen Baum bei Braunschweig. Der Spieler hatte 2,2 Promille Alkohol im Blut. Zeugen hatten allerdings beteuert, dass er nicht so viel getrunken hatte, als er ins Auto stieg.
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Der mehrfach vorbestrafte Ex-Stasi-IM war wegen schweren Raubes zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 65-Jährige erzählte in dem Prozess auch, dass er Eigendorf liquidieren sollte. Die Stasi-Verpflichtungserklärung habe er nur unterschrieben, um seine Frau aus der DDR in die Bundesrepublik nachzuholen, sagte der frühere DDR-Boxmeister.
Bis zu 50 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter sollen auf Eigendorf angesetzt gewesen sein, nachdem dieser sich in den Westen abgesetzt hatte, hatte der Buch- und Filmautor Heribert Schwan recherchiert. Er hatte in Stasi-Akten Hinweise auf ein als Unfall getarntes Mord-Komplott entdeckt. Eigendorf hatte nach einem Spiel einen Stadtbummel in Gießen zur Flucht genutzt. Er wurde dann beim 1. FC Kaiserslautern angestellt, wo er bis Juni 1982 spielte. Bis zu seinem Tod schnürte Eigendorf danach für Eintracht Braunschweig die Schuhe. Mielke selbst soll den Mord angeordnet haben.
Der Autor des Buches "Tod dem Verräter" fand auch Hinweise auf den heute 65 Jahre alten Ex-IM. Demnach soll dieser aus einem DDR-Gefängnis in die Bundesrepublik entlassen worden sein, um sich an Eigendorfs Fersen zu heften. Ermittlungen zu dem früheren Spitzel verliefen aber im Sande - seine Stasi-Akten für die Jahre 1980 bis 1983 fehlten.
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Quelle: dpa
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