15.12.2011, 10:24 Uhr
"Mach et, Otze": Gut 20 Jahre nach dem "Fall Ordenewitz" sorgt in Spanien Gerard Pique vom FC Barcelona mit einer absichtlich eingehandelten Gelben Karte für Aufregung. Der Weltmeister hatte sich im Punktspiel Barcas gegen Rayo Vallecano (4:0) verwarnen lassen in der Hoffnung, die nach fünf Gelben Karten fällige Sperre an diesem Samstag in der Partie gegen UD Levante verbüßen zu können. Damit wäre der Abwehrspieler für "El Clásico" am 10. Dezember bei Real Madrid im Prinzip spielberechtigt.
Die Madrider Sportblätter "Marca" und "As" forderten nun, Pique auch für das Schlagerspiel im Bernabéu-Stadion zu sperren. Sie wiesen darauf hin, dass nach einer Satzungsänderung ein Spieler bei einer absichtlich provozierten Verwarnung auch für zwei Partien gesperrt werden kann. Demgegenüber argumentiert Barca, im Bericht des Schiedsrichters stehe nichts davon, dass Pique sich die Karte absichtlich eingehandelt habe. Allerdings dürfte dem Unparteiischen klar gewesen sein, was der Katalane im Schilde führte: Pique hatte einen Einwurf so lange hinausgezögert, bis der Referee Gelb zückte. Der Schiedsrichter konnte sich bei der Verwarnung ein Lächeln nicht verkneifen.
Stürmer Frank Ordenewitz war im Mai 1991 in Fußball-Deutschland berühmt geworden, weil er sich freiwillig einen Platzverweis einhandelte. Er hatte im DFB-Pokalhalbfinale 1. FC Köln gegen MSV Duisburg (3:0) die Gelbe Karte erhalten und wäre für das Finale gesperrt gewesen. Kölns Trainer Erich Rutemöller riet ihm mit den Worten "Mach et, Otze", einen Platzverweis zu provozieren, damit er die Sperre in einem Ligaspiel absitzen könne. Der DFB ließ sich auf das Manöver jedoch nicht ein und sperrte Ordenewitz auch für das Endspiel.
Der spanische Verband RFEF fügte 2010 in das Reglement einen Artikel ein, wonach Spieler nach provozierten Verwarnungen auch für zwei Spiele gesperrt werden können. Dieser Passus scheint jedoch in letzter Zeit in Vergessenheit geraten zu sein. Xabi Alonso (Real Madrid) oder José Javier Barkero (UD Levante) kamen nach solchen Manövern mit Sperren von jeweils einem Spiel davon.
Quelle: dpa
maria schrieb:
am 1. Dezember 2011 um 20:33:41
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pique
das haben wir in der bundesliga auch schon gesehen ! ist doch klar das er beim classico dabei sein möchte ... und herr
"spanienkenner " morinho macht ganz andere sachen und das ist jawohl micht mit so etwas zu vergleichen !!
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meiter schrieb:
am 1. Dezember 2011 um 19:20:39
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barcelona
egal,es zählt nur die Bundesliga die haben nicht so viele Stars dafür sind Sie auch nicht so verschuldet - Barca,Real,Inter und
wie sie alle heissen sind nur Minusvereine und nicht zumutbar!!!!
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G schrieb:
am 1. Dezember 2011 um 17:00:39
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Quatsch
Völliger Quatsch. In Dubio pro reo. Wer weißt ihm denn nach, dass ers absichtlich gemacht hat. Hab das in der CL scho bei Real
Madrid nicht verstanden als Ramos und noch einer für das gleiche Vergehen gesperrt wurden. Die Regularien bestehen und jeder nutzt sie zu seinem Vorteil. Erstens will doch jeder im Classico die besten Spieler sehen und zweitens darf z. B. ein Temposünder sich auch den Monat aussuchen in dem er nicht fährt und es wird ihm nicht der für ihn übelste Monat zugemutet.
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