16.10.2010, 18:18 Uhr | dpa
Den Messi-Klub plagen Schulden von 430 Millionen Euro. (Foto: imago)
Die Finanzmisere bei Spaniens Fußballmeister FC Barcelona ist größer als bislang gedacht. Im vergangenen Geschäftsjahr habe der Klub einen Verlust von 79,6 Millionen Euro gemacht, sagte der neue Vereinspräsident Sandro Rosell bei der Mitgliederversammlung in Barcelona. Sein Vorgänger Joan Laporta hatte dagegen einen Gewinn von 11,1 Millionen Euro angegeben.
Eine unabhängige Buchprüfung brachte die Differenz ans Licht. Der Klub von Weltfußballer Lionel Messi werde drei Jahre brauchen, um sich finanziell zu sanieren, sagte Rosell weiter. In der Versammlung votierten die Mitglieder dafür, Laporta rechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.
Nach Angaben der Buchprüfer haben sich die Nettoschulden des FC Barcelona während der Amtsführung Laportas in den vergangenen zwei Jahren auf rund 430 Millionen Euro verdoppelt. In der vorigen Saison hatte der Klub rund 100 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben.
Fast 70 Millionen Euro verschlang allein die Verpflichtung des Schweden Zlatan Ibrahimovic, der jedoch bei den Katalanen nicht glänzen konnte. Er wurde schließlich für sehr viel weniger Geld an den AC Mailand verkauft. Alles in allem habe dieses Geschäft Barça einen Verlust von 37,2 Millionen Euro beschert, erklärten die Buchprüfer. So habe Ibrahimovics Manager acht Millionen Euro Honorar kassiert.
Trotz der hohen Schulden hatte der FC Barcelona im Mai für 40 Millionen Euro Nationalstürmer David Villa vom FC Valencia geholt. Dafür wurden Touré Yayá an Manchester City (24 Millionen Euro) und Dmitri Tschigrinski an Schachtjor Donezk (15 Millionen Euro) verkauft.
Luft verschaffte sich Barça auch mit einem 155 Millionen Euro schweren Kredit. "Dieser garantiert uns wirtschaftliche Solidität", sagte Rosell. "Wir müssen optimistisch in die Zukunft schauen", forderte er. Das Ziel sei ein Umsatz von 500 Millionen Euro im Jahr.
Sein Vorgänger Laporta, dessen Amtszeit Ende Juni abgelaufen war, ist inzwischen in die Politik gegangen. Als Kandidat bei den Regionalwahlen tritt er für die Unabhängigkeit Kataloniens ein.
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Quelle: dpa
Sepp schrieb:
am 17. Oktober 2010 um 13:43:49
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Schulden
Wenn die Deppen von der UEFA nicht noch alle geschmiert wären, könnten diese Clubs alle die Bude zumachen. Was hier abläuft, ist
eine absolute Sauerei. Aber der Hoeneß hat es vor ein paar Jahren prophezeit, dass es so kommen wird; hoffen wir's mal, dann haben die Vereine in der BuLi ganz andere Chancen...
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Conny schrieb:
am 17. Oktober 2010 um 12:57:43
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Frechheit!
Das ist ein Schalg in Gesicht für jeden Schuldenfreien Verein. Wie kann es sein das die UEFA da keinen Riegel vorschiebt? Jeder
müsste doch wissen das man nur soviel Geld ausgeben kann wie man auch einnimmt. Das beste Bsp ist der FCB! Jeder der gegen den FCB mäckert hat keine Ahnung vom Geschäft.
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Nörgler schrieb:
am 17. Oktober 2010 um 10:00:13
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Barca
Da sagt doch ein User: er ist froh, dass Liverpool, dank des Verkaufs jetzt
schuldenfrei ist!!!!!!!!!Der Club ist verkauft worden und
was passiert, wenn dieser Käufer selbst in die roten zahlen kommt?? was ist dann mit dem FC Liverpool?? ich denke, dass dies nicht die Lösung ist. Die Lösung heißt: der
Verein muß sich selbst tragen-siehe FCBayern. Der FCB kann, solange er vernünftig wirtschaftet und nicht mehr ausgibt, als er einnimmt, kaum pleite
gehen. Apropo Messi:wäre was für den FCB!!!
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