05.08.2011, 12:31 Uhr
Mario Gomez peilt mit dem FC Bayern das Champions-League-Finale in München an. (Foto: imago)
Der FC Bayern München trifft in den Playoff-Spielen zur Champions League auf den Schweizer Vertreter FC Zürich. Das ergab die Auslosung im schweizerischen Nyon. Der deutsche Rekordmeister tritt zunächst am 17. August zu Hause an. Das Rückspiel findet eine Woche später in Zürich statt. Beide Vereine standen sich noch nie in einem Wettbewerbsspiel gegenüber. Die attraktivste Begegnung führt den FC Arsenal London aus England und Oliver Bierhoffs Ex-Klub Udinese Calcio aus Italien zusammen.
In der vergangenen Saison hatten die Bayern mit dem FC Basel bereits einen eidgenössischen Kontrahenten in der Gruppenphase gezogen. Für diese automatisch qualifiziert sind der Deutsche Meister Borussia Dortmund und der Vizemeister Bayer Leverkusen.
Dessen Ex-Trainer Jupp Heynckes hat nach 1987 und 2009 zum dritten Mal in München angeheuert - und zeigte sich einverstanden mit dem Auslosungsergebnis. "Das ist eine lösbare Aufgabe", kommentierte der 66-Jährige. "Unser Ziel ist es, in die Gruppenphase zu kommen. Wir haben eine große Chance." Die Gruppenphase mit 32 Mannschaften beginnt am 13. September. Das Finale wird am 19. Mai 2012 in der Münchner Allianz Arena ausgetragen.
Die neue Saison der Bundesliga beginnt. Favorit Nummer 1 ist der FC Bayern München, der mit rundum erneuerter Defensive antritt. zum Video
Der FC Zürich mit dem ehemaligen Stuttgarter Ludovic Magnin hatte in der dritten Qualifikationsrunde Standard Lüttich aus Belgien ausgeschaltet. In die Schweizer Meisterschaft startete man jedoch mit drei Niederlagen denkbar schlecht. "Der Schweizer Fußball hat nach wie vor einen guten Stellenwert", betonte Heynckes, der sich zudem freute, dass man "keine große Reisestrapazen" habe. Der FC Zürich sei immerhin "zwölfmal Meister und hatte in der vergangenen Saison nur einen Punkt weniger als der dominierende Meister Basel. Das ist schon aussagekräftig."
Gomez freut sich Kapitän Philipp Lahm hat trotzdem eine unmissverständliche Devise ausgegeben: "Wir waren gesetzt und sind deshalb klarer Favorit. Wir müssen uns für die Gruppenphase qualifizieren. Daran führt kein Weg vorbei." Auch sein Nationalmannschaftskollege Thomas Müller nimmt das Los unaufgeregt zur Kenntnis und sagt in seiner nonchalanten Art: "Wir müssen zwei Spiele machen - und fertig. Dann sind wir eine Runde weiter."
Es gibt nur einen Spieler in der Mannschaft, dem diese Partie auch emotional etwas bedeutet: dem früheren VfB-Stürmer Mario Gomez. "Ich habe in der vergangenen Woche noch mit Ludovic Magnin gesimst und über ein mögliches Spiel gesprochen. Ich freue mich sehr, ihn wieder zu treffen."
Alle Spiele der Qualifikation im Überblick:
16./24.8. | Wisla Krakau | APOEL Nikosia |
Maccabi Haifa | KRC Genk | |
Dinamo Zagreb | Malmö FF | |
FC Kopenhagen | Viktoria Pilsen | |
BATE Barisow | Sturm Graz | |
17./23.8. | Odense BK | FC Villarreal |
Twente Enschede | Benfica Lissabon | |
FC Arsenal London | Udinese Calcio | |
Bayern München | FC Zürich | |
Rubin Kasan | Olympique Lyon |
Kurz nach der Champions-League-Qualifikation kamen auch die Play-off-Partien der Europa League zur Auslosung. Hannover 96 zog mit dem FC Sevilla den Sieger von 2006 und 2007. Die Spanier sind seit Jahren ein deutscher Dauergegner, trafen seit 2004 auf Alemannia Aachen, den FSV Mainz 05, den VfB Stuttgart und Borussia Dortmund. DFB-Pokalsieger FC Schalke 04, trainiert vom früheren Hannoveraner Chefcoach Ralf Rangnick, trifft auf den finnischen Meister HJK Helsinki. mehr
Quelle: dpa , dapd
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