15.04.2009, 07:47 Uhr
Körpersprache, die man von Jürgen Klinsmann noch nicht kennt. (Foto: AP)Das Fußball-Wunder ist ausgeblieben, die Ehre des FC Bayern München nur teilweise wiederhergestellt: Nach dem 1:1 im Viertelfinal-Rückspiel gegen den übermächtig anmutenden FC Barcelona sind die Münchener wieder einmal frühzeitig in der Königsklasse gescheitert. Fast interessanter als die Fußballkost auf dem Rasen war das Geschehen auf den Rängen der Allianz-Arena.
Jürgen Klinsmann hat trotz des passablen Auftritts seiner Elf jeglichen Kredit bei den Fans verspielt, bereits bei der Vorstellung gab es Pfiffe für den Bayern-Trainer.
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Es lag etwas in der Luft in München, und das war nicht die mögliche Sensation gegen Barca. Die Hoffnungen der 66.000 Bayern-Fans bekamen Nahrung nach Riberys Traumtor zur Führung (47. Minute), doch an das Wunder von München glaubte zu diesem Zeitpunkt keiner mehr. Ab der 66. Minute dann "Klinsmann raus"-Rufe, zunächst nur aus der Fankurve.
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Keitas Ausgleich zum 1:1-Endstand löste dann endgültig den aufgestauten Fanfrust. Ein großer Teil des Stadions stimmte in Klinsis Abgesang mit ein. Doch es kam noch dicker für den Ex-Nationaltrainer, Ironie hallte ihm entgegen. Die letzten fünf Königsklasse-Minuten seiner Bayern feierten die Fans zunächst Ottmar Hitzfeld ("Ottmar, du bist der beste Mann"), dann Hermann Gerland (Trainer der zweiten Mannschaft), Mehmet Scholl, Lothar Matthäus und zum großen Finale Udo Lattek.
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Ein bitterer Abend für Jürgen Klinsmann: Die Reaktion der Fans hat gezeigt, dass sie sich keineswegs mit einem 4:0 gegen Eintracht Frankfurt wieder versöhnen lassen. Die bayrische Volksseele kocht und Klinsmanns weichgespülte Außendarstellung dürfte sie nicht besänftigen. "Wir hätten uns ein frühes Tor gewünscht, dann wäre alles möglich gewesen, aber uns hat das Quäntchen Glück gefehlt", resümiert der Bayern-Coach. Und weiter: "Das Team hat sich trotzdem hervorragend verkauft gegen die Mannschaft, die Favorit auf den Champions-League-Titel ist. Wir sind weiter gekommen, als wir wollten."
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Sein letzter Satz in die Premiere-Mikrofone war ein Versprechen an die Fans. "Ich glaube weiterhin, dass wir deutscher Meister werden." Ob der Gewinn der Schale seinen München-Aufenthalt über diese Saison hinaus verlängern würde, wird sich zeigen.
Quelle: t-online.de
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