02.09.2008, 08:44 Uhr
Uli Hoeneß hat Poldis Jammerei satt. (Foto: imago)Uli Hoeneß hat Nationalspieler Lukas Podolski eindringlich dazu ermahnt, sich nach Ablauf der Wechselfrist in der Fußball-Bundesliga mit ganzer Kraft auf seinen Job beim FC Bayern München zu konzentrieren.
"Ich bin froh, dass die ganzen Transfer- Dinge jetzt zu Ende sind. Vielleicht hat Lukas noch ein bisschen spekuliert, dass wir ihn erhören und nach Köln gehen lassen. Jetzt weiß er, dass wir das nicht tun. Jetzt kann er sich voll auf Bayern München konzentrieren", sagte Hoeneß in der Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Fernsehen.
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Der 23-jährige Podolski ist beim deutschen Meister auch unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann zunächst nur Stürmer Nummer 3 hinter Weltmeister Luca Toni und Nationalmannschafts-Kollege Miroslav Klose. Klinsmann hatte Podolski am Sonntag nach dem 4:1-Sieg gegen Hertha BSC erneut als Herausforderer der beiden Top-Angreifer bezeichnet und noch mehr Biss des Ex-Kölners im Training gefordert: "Lukas ist in Lauerstellung. Er hat die Herausforderer-Rolle. Er muss hungrig sein, hungrig bleiben", sagte Klinsmann.
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Hoeneß sprach ebenfalls Klartext, nachdem feststeht, dass Podolski den Verein nun frühestens im Winter wechseln könnte. "Lukas muss sich jetzt auf seinen Job konzentrieren und aufhören, in der Ecke zu jammern, schlecht gelaunt zu sein und über seine so schwierige Situation zu lamentieren. Ich glaube, es gibt viel schwierigere Situationen von vielen Menschen auf der Welt. Ich glaube, seine ist nach wie vor eine gute."
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Dem 1. FC Köln warf Hoeneß vor, trotz des ständig geäußerten Interesses an einer Rückkehr von Podolski, diese nicht wirklich angestrebt zu haben. "Der Verein, wo er gerne hinginge, ist der 1. FC Köln. Aber die mauern ja. Die wollen immer viel Geld kassieren, wenn sie dem FC Bayern Spieler verkaufen und nichts zahlen, wenn sie einen zurückholen", sagte Hoeneß. Podolski war nach der WM 2006 für zehn Millionen Euro von Köln nach München gewechselt, sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 30. Juni 2010.
Von Kölner Seite habe es "nie eine klare konkrete Anfrage" gegeben, sagte Hoeneß: "Wenn die vor sechs Wochen gekommen wäre, hätten wir uns vielleicht damit beschäftigt. Wenn die Kölner nichts zahlen, dann muss sich Lukas damit abfinden, dass er beim FC Bayern bleibt. Und ich glaube, so schlecht ist das nicht. Es gibt schwierigere Schicksale auf der Welt, als beim FC Bayern zu spielen."
Hoch im Kurs steht der 55-malige Nationalspieler Podolski weiterhin bei Bundestrainer Joachim Löw. "Ich setze zu hundert Prozent auf Poldi", kündigte Löw am Dienstag in der "Bild"-Zeitung vor den WM-Qualifikationsspielen der deutschen Nationalmannschaft am Samstag in Liechtenstein und vier Tage später in Finnland an.
Quelle: dpa
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