11.02.2008, 08:00 Uhr
Wie er leibt und lebt: Bayerns Uli Hoeneß (Foto: imago)Wenn es um das Wohl des FC Bayern geht, ist mit Uli Hoeneß bekanntlich nicht zu spaßen. Das musste Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach dem Spitzenspiel der Münchner gegen Werder Bremen (1:1) am eigenen Leib erfahren. "In der Regel heißt es im Zweifel für den Angreifer. Bei uns heißt es im Zweifel gegen den Angreifer. Nach dem Theater in der letzten Woche in Bremen (Der Schiedsrichter übersah ein klares Abseits vor dem Bochumer Siegtor, Anm. d. Red.) agieren die Schiedsrichter offenbar vorsichtiger - in dubio kontra Bayern", schimpfte der Manager.
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Grund für die verbale Attacke war eine Szene in der 76. Minute: Nach feinem Pass von Zé Roberto traf Luca Toni ins Tor. Die Bayern-Fans jubelten schon, doch Kinhöfer entschied auf Abseits. Eine Fehlentscheidung, der Italiener befand sich auf gleicher Höhe mit Werders Frank Baumann.
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Kurioserweise fühlten sich nicht nur die Bayern, sondern auch die Bremer von dem Unparteiischen benachteiligt. Die Szene vor dem 1:1, als Bayerns Mark van Bommel Daniel Jensen - aus Werder Sicht nur mit einem Foul - vom Ball trennte, brachte die Grün-Weißen in Rage. "Jeder hat es gesehen, darüber brauchen wir nicht reden", ärgerte sich Trainer Thomas Schaaf. "Ein klares Foul von van Bommel, im Moment haben wir da leider kein Glück", sagte Manager Allofs.
Überhaupt mussten die Schiedsrichter am 19. Spieltag mächtig Schelte einstecken. Hannovers Mike Hanke, dessen mögliches Sieg-Tor gegen den Karlsruher SC (Endstand 2:2) in der Nachspielzeit von Knut Kircher wegen angeblichem Foulspiel aberkannt wurde, ließ seinem Ärger freien Lauf. "Ich habe überhaupt nix gemacht, dann können wir gleich Nonnenhockey oder Tennis spielen. Wenn es eine Rangelei im Strafraum gibt, wird immer für die Abwehr gepfiffen - das ist immer das Gleiche."
Und nach dem Revier-Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (2:3) regte sich BVB-Trainer Thomas Doll in einem Premiere-Interview mächtig über Schiedsrichter Peter Gagelmann auf. "Der hat die ganze Zeit meine Spieler angegrient und sie überhaupt nicht ernst genommen. Da waren Entscheidungen dabei, die gehen einfach nicht."
Quelle: t-online.de
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