25.11.2011, 20:10 Uhr
Hansa Rostock hat das brisante Ostderby in der heimischen Arena gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:5 (0:0) verloren und ist damit in der 2. Bundesliga noch tiefer in die Krise gerutscht. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte drehten die Berliner im zweiten Durchgang auf und gingen durch Tore von Marc Pfertzel (49. Minute), Christopher Quiring (54.) und John Jairo Mosquera (59.) in Führung. Tobias Jänicke gelang in der 63. Minute der Anschlusstreffer für die Rostocker vor 14.000 Zuschauern, bevor Mosquera (67.) den alten Abstand wiederherstellte.
Rostocks Lucas Albrecht (74.) und Unions Patrick Zoundi (90.+2) trafen schließlich zum Endstand. Die Partie in Rostock hatte wegen der verspäteten Anreise der Union-Fans und verschärfter Einlasskontrollen mit einer Verspätung von 15 Minuten begonnen. Insgesamt rund 2.000 Polizisten sollten nach den jüngsten Ausschreitungen im Ligaspiel gegen den FC St. Pauli erneute Ausschreitungen verhindern. In der Halbzeitpause brannten Fans im Berliner Block allerdings Pyrotechnik ab.
Unterdessen hat der SC Paderborn den Sprung auf den Relegationsplatz verpasst. Die Ostwestfalen mussten sich mit einem 2:2 (1:0) beim heimschwachen FSV Frankfurt begnügen und blieben dadurch auf dem fünften Platz. Während die Gäste zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen blieben, verweilen die daheim noch sieglosen Hessen im Tabellenkeller, was die Position von FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen weiter schwächt. Zweimal Nick Proschwitz für Paderborn (6., 73. Minute) sowie Samil Cinaz (49.) und Macauley Chrisantus (72.) erzielten die Treffer.
Vor 2826 Zuschauern gingen die Gäste bereits in der sechsten Minute durch ein Abstaubertor von Proschwitz in Führung, nachdem zuvor Florian Mohr aus abseitsverdächtiger Position an Frankfurts Keeper Patric Klandt gescheitert war. Anschließend verwaltete das Team von Trainer Roger Schmidt seinen Vorsprung gegen biedere Frankfurter, die zwei Minuten vor der Pause ihre erste gute Chance hatten. Yannick Stark traf mit einem herrlichen Schuss aber nur die Latte. Vier Minuten nach der Pause machte es Samil Cinaz besser und erzielte überraschend den Ausgleich. Nach dem 2:1 von Chrisantus träumten die Hausherren bereits vom ersten Heimsieg in dieser Spielzeit, ehe Proschwitz dem FSV einen Strich durch die Rechnung machte.
Duisburg erwischte nach dem überzeugenden 3:0 gegen Braunschweig vor Wochenfrist auch in Aue einen Topstart. Eine feine Kombination über Jula und Domowtschijski schloss Daniel Brosinski (14.) aus kurzer Distanz zum 1:0 ab. Der Rückstand aber stachelte die Sachsen in einem Duell auf Augenhöhe umso mehr an.
Klingbeil (16.) und König (19./Pfosten) verpassten minimal, ehe Youngster Nicolas Höfler (21.) den fälligen Ausgleich erzielte. Der Auer Mittelfeldmann profitierte von einem kleinen Aussetzer des MSV-Keepers Felix Wiedwald, der einen Kopfball von Stoßstürmer Ronny König zuvor direkt vor die Füße von Höfler abklatschen ließ. Erst in der Schlussphase drehte das Team von Trainer Oliver Reck nochmal auf - mit Erfolg. In der Schlussminute traf Maurice Exslager dann zum 2:1 für die Gäste aus Duisburg.
Quelle: dapd
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