21.11.2011, 14:47 Uhr
Rivalisierende Fan-Gruppen werden von der Polizei getrennt. (Quelle: dpa)
Ausschreitungen auf den Tribünen der DKB-Arena haben das Spiel zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC St. Pauli überschattet. Der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa, Bernd Hofmann, zeigt sich ob des im Vorfeld geleisteten Aufwands ratlos und fordert Hilfe für die Vereine.
"Der Verein ist trotz aller Vorkehrungen nicht in der Lage, Pyrotechnik im Stadion zu verhindern. Wir sind nicht in der Lage, noch mehr zu tun." Die beiden Klubs hatten im Hinblick auf das Prestige-Duell der Nord-Klubs kooperiert und sich im Vorfeld optimistisch gezeigt, das Spiel friedlich über die Bühne bringen zu können. Entgegen aller Hoffnungen hatte Schiedsrichter Guido Winkmann das Spiel in der 41.Minute unterbrechen müssen. Als Reaktion auf Pyrotechnik im Gäste-Block hatte es aus dem Fanblock des FC Hansa Leuchtraketen gehagelt.
Trotz eines von den Vereinen vorher betonten immensen Sicherheitsaufwands konnten die Vorkommnisse nicht verhindert werden. "Der organisatorische Aufwand ist immens, für ein Fußballspiel. Das kostet ja auch alles eine ganze Menge Geld. Viel mehr kann man eigentlich nicht machen", hatte der Sicherheitsbeauftragte der Hamburger betont. Hofmann sendete nach der Partie sogar einen offenen Hilferuf aus: "Wir werden weiterhin auf Prävention und Kommunikation setzen und fordern gleichzeitig die Gesellschaft dazu auf, uns bei diesem schwierigen Prozess zu unterstützen. Wir bitten die Verbände, die Politik und die Judikative, uns Vereine mit diesem gesamtgesellschaftlichen Problem nicht alleinzulassen."
Obwohl es bei Spielen dieser beiden Klubs bereits in der Vergangenheit zu massiven Ausschreitungen gekommen war, betrifft das Problem zahlreiche Vereine in den deutschen Ligen. Für Aufsehen sorgten zuletzt auch die Ausschreitungen rund um das DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden.
Unabhängig von den Vorfällen in Rostock hatte der DFB bereits angekündigt, eine Task-Force in Zusammenarbeit mit Mitgliedern aus allen relevanten Gruppen, wie Polizei, Justiz, Vereinen und Fangruppierungen begründen zu wollen. "Die Task Force muss sich mit den aktuellen Dingen beschäftigen und Lösungsansätze bringen. Schnellschüsse dürfen wir uns dabei aber nicht leisten", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Fakt ist: Nur eine Zusammenarbeit der Verbände mit den Vereinen und vor allem mit der Politik bietet Potential für Fortschritte. Das Risiko und damit die Hemmschwelle für Randalierer unter dem Deckmantel des Sports muss größer werden.
In anderen Ländern erlaubt es das Gesetz, viel schärfer gegen Randalierer im Stadion vorzugehen. Im Februar wurden zwei Schalke-Fans in Valencia nach Angriffen auf Sicherheitskräfte im Schnellverfahren zu vier und zwölf Monaten Haft verurteilt. In Deutschland werden Täter meist nur vorübergehend in Gewahrsam genommen. Englische Zustände wird es hier zulande alsbald wohl nicht geben. Seit Jahren ist Alkohol-Konsum in den Arenen nur mit starken Einschränkungen möglich, Stehplätze sind längst abgeschafft. Derartigen Maßnahmen hat der DFB bereits eine Absage erteilt.
Quelle: t-online.de
Chris schrieb:
am 21. November 2011 um 17:23:05
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Randale
Mein Gott, dann schmeisst doch die Randalevereine raus aus der Liga und dann ist Ruhe im Karton. Anders geht es doch nicht.
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jim schrieb:
am 21. November 2011 um 17:22:58
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vorschlag
mein vorschlag für hansa Rostock: Der ganze Verein macht normal weiter, sollte es nocheinmal eskalieren das leute sich verletzen
oder die Polizei angegriffen wird, so löst sich der verein mit sofortiger Wirkung auf. Dann zeigt sich ob diese Leute wirklich "Fans" sind, sie tun angeblich alles für den verein, da würde man wohl das gegenteil sehen.
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Eichenauer schrieb:
am 21. November 2011 um 16:33:49
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Hilferuf
Diesen "Fans" geht es doch überhaupt nicht um den Fußball, sondern nur noch um die Möglichkeit Randale in irgendeiner
Form zu fabrizieren. Die Vereine sind klar überfordert. Was tun? Das spanische Modell wäre m.E. sehr effektiv: Wer erwischt wird, kommt vor dem Stadion direkt vor den Kadi und sofort ab in den Bau. Keine "Bewährung", kein Jugendparagraph. Ausserdem die Kosten für die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sofort auf die Täter umlegen. Kann er nicht zahlen: Ab in den
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