29.12.2011, 17:28 Uhr
Der Schweizer Erstligist FC Sion hat im Rechtsstreit mit der FIFA Strafanzeige gegen das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes gestellt. Die Klubverantwortlichen um Präsident Christian Constantin werfen der FIFA Nötigung vor.
Der Klub könne nicht hinnehmen, dass die Nationalmannschaften der Schweiz und die Schweizer Klubs von der FIFA als Geisel genommen werden, um Entscheide durchzusetzen, die gegen elementare Schweizer Rechtsprinzipien verstoßen, heißt es auf der Internetseite des Tabellendritten. "Das Verhalten der FIFA stellt eine unannehmbare Erpressung dar", so die Erklärung.
Auslöser ist die mögliche Suspendierung des Schweizerischen Fußball-Verbandes (SFV), die FIFA-Verantwortliche Mitte Dezember angedroht hatten. Dem Verband wurde Zeit bis zum 13. Januar eingeräumt, um die Angelegenheit im Sinne der FIFA zu lösen. Ansonsten droht der Ausschluss. In diesem Fall dürfte die Nationalmannschaft keine Partien mehr bestreiten und auch der FC Basel nicht zum Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern München antreten.
"Die Strafbehörden werden nun untersuchen müssen, welche Personen offiziell oder im Hintergrund an diesem Entscheid mitgewirkt haben", teilte der Verein mit. Der FC Sion war von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wegen des Einsatzes von sechs nicht spielberechtigten Profis in den Playoffs gegen Celtic Glasgow aus der laufenden Europa League ausgeschlossen worden. Vor zwei Wochen war der Klub vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne mit seiner Klage gescheitert.
Sion hatte gefordert, in den Wettbewerb eingegliedert zu werden, und will das Urteil anfechten. Seit dem Urteil hat der Streit neue Dimensionen erreicht. Zuletzt hatte Präsident Constantin die FIFA verunglimpft und mit dem ehemaligen libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi verglichen. "Der Weltfußballverband handelt ähnlich wie der ehemalige libysche Diktator Muammar al-Gaddafi im Dezember 1988, als er die USA bestrafen wollte und einen Anschlag auf ein Flugzeug einer amerikanischen Fluglinie verübte. Gelitten haben aber Unbeteiligte. In diesem Fall wäre das der FC Basel", hatte Constantin gesagt.
Constantin, der mit seinen Klagen den Fall Sion schlagzeilenträchtig in die Medien gebracht hatte, hat keine Angst vor großen Namen im Weltfußball. So mussten UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär Gianni Infantino im Herbst bereits vor einem Schweizer Gericht Rede und Antwort stehen.
Quelle: sid
Leon schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 19:04:47
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Eigene Welt
Rechtsauffassung ála Blatter ! Der SFV möge die Angelegenheit im Sinne der FIFA lösen! Vor einer Scheidung wende ich mich also
an die Anwaltskammer, dass meine Frau gefälligst nur von einem Anwalt vertreten werden darf, der ausschließlich Positives mir bescheidet. Tut sie das nicht, verlieren alle Anwälte in Deutschland ihre Zulassung. Die Unabhängigkeit der Justiz interessiert mich dabei nicht. Schließlich lebe ich meiner eigenen Welt. Joo .. aber in einer Kranken.
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Der Kritiker schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 19:04:02
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Fußball?
Was hier in den Medien noch als "Fußball" bezeichnet wird, ist doch in Wahrheit nur noch Kommerz. Der sportliche Aspekt
interessiert diese Funktionäre doch längst nicht mehr, sondern nur noch die Vermarktung dieser Sportart mit einem Maximum an Gewinn. Einfach widerlich!!
Dort in den regionalen Klassen, wo noch ehrlicher Fußball gespielt wird, da sollte man mehr unterstützen und den kleinen Vereinen finanziell helfen.
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Nue schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 19:01:34
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Traurig
Egal wie die Sache ausgeht, es wird nur verlierer geben. Sion hat einen Fehler gemacht und wurde dafür zurecht bestraft. Das
anfechten dieser Strafe ist einfach nur dumm und kindisch. Allerdings ist die Fifa auch nicht besser. Das Problem einfach auch wen anderes abwälzen und wenn der es nicht löst wird der halt auch bestraft. Fehler eingestehen zeugt von Charakter, etwas an dem es beiden Parteien hier erheblich zu mangeln scheint. Kaum zu glauben das es sich dabei um erwachsene Leute handelt.
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