01.02.2012, 15:09 Uhr
Die deutschen Damen gehen selbstbewusst in das Fed-Cup-Wochenende. (Quelle: imago)
Nach 20 Jahren wollen die deutschen Tennis-Damen endlich wieder den Fed Cup gewinnen. Sabine Lisicki, Julia Görges, Angelique Kerber und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld heißen die großen Hoffnungen der deutschen Fans. Doch schon der erste Gegner im Turnier ist ein harter Brocken. In Stuttgart treffen die Deutschen ausgerechnet auf Titelverteidiger Tschechien mit der Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Doch Bange machen gilt nicht: "Ich glaube, wir können jeden schlagen", ist Teamchefin Barbara Rittner überzeugt. "Wenn einiges zusammenkommt!"
Dass ausreichend viel zusammenkommt, dafür soll vor allem Lisicki sorgen. Die Weltranglisten-14. ist für die Einzel gesetzt, sie führt die deutsche Mannschaft an. Grund dafür ist der verletzungsbedingte Ausfall von Andrea Petkovic, Deutschlands aktuell einzige Top-Ten-Spielerin. Die 22-jährige Lisicki motiviert ihre Rolle umso mehr: "Zusätzlichen Druck spüre ich nicht. Wenn ich ins Match gehe, will ich einfach gewinnen, das wird sich jetzt nicht ändern."
Unklar ist noch die Position der Nummer zwei. Rittner will diese "sehr, sehr schwierige Entscheidung" erst am Donnerstag treffen. "Es ist ja kein Geheimnis, dass die Jule und die Angie sehr, sehr nah beieinander sind von der Leistung im Moment." 'Jule' Görges steht in der Weltrangliste auf Platz 21, 'Angie' Kerber auf Rang 27.
Ein entscheidendes Kriterium wird sein, wer von beiden besser auf dem mittelschnellen Hartplatz zurecht kommt, der in der Stuttgarter Porsche-Arena verlegt worden ist. "Der Platz ist so, wie wir es uns vorgestellt haben", betont Rittner. "Der Ball springt hoch ab." Dahinter verbirgt sich auch taktisches Kalkül. Denn Wimbledonsiegerin Kvitova fühlt sich auf schnellen Belägen mit flachem Absprungverhalten sehr viel wohler. "Wir hoffen, dass wir sie damit etwas aus dem Rhythmus bringen können."
Man spürt den Respekt der Deutschen vor der Nummer zwei der Welt überall. "Wenn wir gegen Petra einen Punkt holen wollen, egal, wer es ist, müssen wir immer an unsere Leistungsgrenze gehen", sagt Rittner und verbreitet Hoffnung: "Auch sie hat Schwankungen im Spiel." Anna-Lena Grönefeld erinnert sich an die letzte Fed-Cup-Partie gegen Tschechien vor zwei Jahren, die die Deutschen nur knapp verloren hatten: "Ich denke, dass die Chancen auf jeden Fall ausgeglichen sind."
Ein Sieg würde den Einzug ins Halbfinale bedeuten - und die deutschen Damen könnten wieder vom ersten Fed-Cup-Triumph seit 1992 träumen. Mit dabei wäre dann auch wieder Andrea Petkovic, die noch an ihrem Ermüdungsbruch im Rücken laboriert. Der tschechische Teamchef Petr Pala sieht im Fehlen der Weltranglisten-Zehnten allerdings keinen Vorteil für seine Mannschaft. "Das deutsche Team ist ohnehin stark, es sind sehr gute Spielerinnen. Leider müssen wir sie in der ersten Runde treffen." Es ist wie ein vorgezogenes Endspiel. Das richtige kommt erst noch.
Quelle: t-online.de , dapd , dpa
Gospel schrieb:
am 1. Februar 2012 um 17:31:24
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Fed Cup
Es wird sehr schwer Sie zu schlagen, mit oder ohne Petko.Ich drück euch trotzdem ganz fest die Daumen.Glaub an euch und an eure
Stärken und dann....
spielt Sie aus der Halle.
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