27.07.2011, 07:21 Uhr
Roger Federer und Martina Hingis - erfolgreiches Doppel 2001 beim Hopman Cop. (Foto: imago)
Es wäre das olympische Traumpaar: Die Schweizer Tennis-Stars Martina Hingis und Roger Federer ziehen laut übereinstimmenden Medienberichten in Erwägung, als Mixed-Doppel bei Olympia 2012 anzutreten. Phil de Picciotto, Präsident der Management-Firma Octagon, hat via "Sports Illustrated" bereits bestätigt, dass "informelle Gespräche" stattgefunden haben. Und Swiss Olympic, der schweizerische olympische Sportbund, hat gegenüber dem "Blick" bestätigt, bei Federer offiziell angefragt zu haben.
Damit würden die beiden besten Schweizer Tennisspieler sowie zwei ehemalige Nummer eins der Weltrangliste gemeinsam auf die Jagd nach der Goldmedaille gehen. Und ihren illustren Titelsammlungen womöglich krönen.
Federer, aktuell die Nummer drei der ATP-Weltrangliste vereint nicht weniger als 16 Grand-Slam-Titel auf sich und hat in den vergangenen Jahren nahezu alle Rekorde im Herren-Tennis gebrochen. Abgesehen von seinen acht Turniersiegen im Doppel hatte er mit Stanislas Wawrinka zusammen in Peking 2008 die Goldmedaille im Doppel gewonnen, will diese verteidigen und sich den Traum vom Einzel-Gold erfüllen.
Die 30-jährige Hingis hingegen, die 2007 nach einem positiven Doping-Test auf Kokain ihre Karriere beenden musste, kann nicht nur auf fünf Einzel-Titel bei Grand Slams zurückblicken. Im Gegensatz zu Federer hat sie im Laufe ihrer Karriere sogar neun Grand-Slam-Siege in der Doppelkonkurrenz sowie insgesamt 37 Turniere im Doppel gewonnen und stand sogar zwischenzeitlich an der Spitze der Doppel-Weltrangliste. Sollten sich beide Stars zusammenschließen und um Gold kämpfen, wäre das Doppel ein für Olympia bislang einzigartiges Erfolgs-Duo.
Vor allem Hingis müsste dafür aber einige Punkte erfüllen. Laut Regeln der International Tennis Federation (ITF) muss ein Spieler in den vier Jahren vor Olympia mindestens zweimal für Fed Cup oder Davis Cup bereit stehen. Dies würde laut "Blick" der Schweizer Verband ermöglichen. Darüber hinaus verlangt die ITF einen Einsatz im Mixed-Doppel und einen zweiten Einsatz im Einzel oder Frauen-Doppel. Für diese Starts würde Hingis eine Wildcard benötigen, was aber alleine aufgrund ihres Namens kein Problem darstellen sollte. Die letzte Hürde, ihre Doping-Vergangenheit, ist bereits genommen. Denn die "Osaka-Regel", wonach bei Olympia niemand antreten darf, der jemals eine Dopingsperre über ein halbes Jahr hat absitzen müssen, findet bei ihr keine Anwendung. Denn die Regel betrifft nur Sportler, die nach dem 1. Juli 2008 gesperrt wurden.
Jetzt müssen sich also nur noch die beiden Spieler einig werden. Scheitern könnte das Unternehmen aber noch, sollte Federer seine Ziele anders gewichten. Denn er will vor allem das Einzel-Gold gewinnen, das ihm in seiner Sammlung noch fehlt. Und sollte er auch mit Stan Wawrinka nochmals im Herren-Doppel antreten, ist kaum davon auszugehen, dass er noch eine dritte Konkurrenz mit in sein Olympia-Programm einbaut. Swiss-Tennis-Vizepräsident Erik Keller will daher auch noch nicht recht an das Traumpaar glauben: "Das wäre doch sehr komisch, wenn Roger drei Konkurrenzen bestreiten würde. Gerade bei ihm, der seine Einsätze so genau abwägt." Federer müsste sich am Ende für eine Doppel-Konkurrenz entscheiden.
Quelle: t-online.de , dpa
Rolf schrieb:
am 27. Juli 2011 um 08:39:37
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Hingis
Ich glaube ein guter und sympatischer Roger Federer würde sich keinen Gefallen tun mit dieser extrem unsympatischen und gedopten
OBERZICKE Martina Hingis gemeinsam anzutreten. Die will eh keiner mehr sehen!
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