28.11.2010, 20:30 Uhr | dpa
Roger Federer hat mit dem Triumph im Traum-Finale gegen Rafael Nadal zum fünften Mal die Weltmeisterschaft der Tennis-Profis gewonnen. Der Schweizer setzte sich in einem hochklassigen Endspiel gegen den Weltranglisten-Ersten mit 6:3, 3:6, 6:1 durch und schloss das Jahr mit einem eindrucksvollen Erfolg ab. Zudem zog Federer mit Pete Sampras und Ivan Lendl gleich, die das Saisonabschluss-Turnier ebenfalls jeweils fünfmal für sich entscheiden konnten.
Für Federer war es nach dem Sieg bei den Australian Open zu Beginn des Jahres der zweite große Erfolg 2010. Danach hatte Nadal die Führungsrolle im Welt-Tennis übernommen und nacheinander die French Open, Wimbledon und die US Open gewonnen. "Glückwunsch an Rafa für sein tolles Jahr. Ich hoffe, ich habe ihm nicht die Ferien verdorben", sagte Federer, der den Erfolg über seinen größten Rivalen sichtlich genoss.
Im 22. Vergleich der beiden Ausnahmespieler war es für den Weltranglisten-Zweiten der achte Triumph. Federer siegte damit auch im dritten WM-Duell mit Nadal, nachdem er bereits die Partien 2006 und 2007 gewonnen hatte. Der 16-malige Grand-Slam-Turnier-Gewinner kassierte für seinen WM-Sieg, bei dem er ungeschlagen blieb, 1,63 Millionen US-Dollar.
Erstmals seit 24 Jahren standen sich zum Jahresabschluss wieder die Nummer eins und zwei der Welt gegenüber. 1986 hatte Ivan Lendl gegen Boris Becker den Titel gewonnen. Federer, der bereits im Halbfinale gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic brilliert und klar in zwei Sätzen gewonnen hatte, wirkte vor 17.500 Zuschauern in der O2 Arena etwas frischer als sein spanischer Dauerrivale, der trotz der sichtbaren Enttäuschung nach seinem ersten WM-Finale mit seiner Saison zufrieden war: "Es war ein fantastisches Jahr für mich."
Bis zum 4:3 im ersten Satz brachten beide Spieler ihr Service ohne Probleme durch, dann gelang Federer mit einer starken Rückhand das Break zum 5:3. Wenig später verwandelte der Schweizer nach 32 Minuten seinen ersten Satzball zum 6:3. Doch mit seinem bekannt großen Kämpferherz kam Nadal, der im Halbfinale den Schotten Andy Murray in einem der besten Matches des Jahres in 3:11 Stunden bezwungen hatte, wieder zurück. Im fünften Spiel des zweiten Satzes nahm der Spanier Federer den Aufschlag ab und sicherte sich nach insgesamt 66 Minuten den zweiten Durchgang ebenfalls mit 6:3. Es war im fünften Match Federers erster Satzverlust im gesamten Turnier.
Danach lieferten sich die beiden besten Tennisspieler der Welt einen sehenswerten Schlagabtausch. Federer gewann nun wieder die Oberhand und durchbrach Nadals Service zum 3:1. Damit war der Widerstand Nadals gebrochen. Nach 1:37 Stunden verwandelte Federer seinen zweiten Matchball und riss jubelnd die Arme in die Höhe.
In der Doppelkonkurrenz sicherten sich der Kanadier Daniel Nestor und sein serbischer Partner Nenad Zimonjic den Titel. Das an Nummer zwei gesetzte Duo gewann das Endspiel gegen Mahesh Bhupathi aus Indien und den Weißrussen Max Mirnyi mit 7:6 (8:6), 6:4. Für Nestor und Zimonjic war es der zweite WM-Titel nach 2008. Der Bayreuther Philipp Petzschner war mit seinem österreichischen Partner Jürgen Melzer bereits in der Vorrunde gescheitert.
Dr. Marcel Reif-Ranicki beleuchtet mit Expertin Andrea Petkovic die dunklen Seiten des weißen Sports. zum Video
Quelle: dpa
golfstrom schrieb:
am 29. November 2010 um 11:51:24
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der Größte
ich denke Roger Federer ist, auch wenn er nicht alle Rekorde knacken wird, der größte Tennisspieler aller Zeiten. Es wird
länger dauern bis ein Spieler diese Rekorde knacken wird. Nadal ist auch ein ganz großer seines Sports. Nur ich glaube nicht dass er diese hohe Amzahl an GrandSlam-Siege und Finalteilnahmen erreichen wird weil sein Spielstil enorm an die körperliche Substanz geht und er seinen Zenit auch bereits erreicht hat. Aber die nächsten 1-2 Jahre wird er noch mindestens 1GrandSlam hole
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Andre schrieb:
am 29. November 2010 um 10:01:22
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Alles ROGER !!!
Wir haben Roger Federer in Zürich mal kennengelernt: Ein absolut liebenswürdiger, bescheidener Mensch! Der ist ein wahres
Vorbild für Spitzenleistung und anständiges Benehmen!
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Carsten Weigt schrieb:
am 29. November 2010 um 00:44:00
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Sieg, Roger Federer !
Ich gönne Ihm diesen Sieg gegen seinen Erzrivalen von ganzem Herzen.Hier hat einer der sympatischsten,erfolgreichsten
und bescheidensten Menschen, den laufenden Kampf gegen sein Alter, einen für Ihn sehr wichtigen Turniersieg errungen.
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