23.12.2011, 07:31 Uhr
Philipp Lahm und seine Bayern treffen im Achtelfinale der europäischen Königsklasse auf Basel. (Quelle: imago)
Dem Schweizer Fußball droht weiterhin der Ausschluss von der großen Fußball-Bühne. "Vor drei Monaten war ich überzeugt, dass eine Suspendierung des Schweizerischen Fußball-Verbandes (SFV) auszuschließen ist. Heute muss ich zur Kenntnis nehmen, dass ich damals zu optimistisch gewesen bin" sagte FIFA-Präsident Sepp Blatter der Zeitung "Blick". "Nie hätte ich gedacht, dass eine solche Option möglich wird. Es ist einfach nur traurig", legte der oberste Funktionär des Fußball-Weltverbandes nach.
Käme es tatsächlich zu dem Ausschluss, dürfte Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Basel am 22. Februar nicht zum Achtelfinale gegen den deutschen Rekordmeister antreten. Länderspiele wie der EM-Test der deutschen Auswahl gegen die Eidgenossen am 26. Mai würden aus dem Terminkalender gestrichen.
Hintergrund des Streits ist die Auseinandersetzung um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure durch den Schweizer Pokalsieger FC Sion. Der Klub war von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) aus der laufenden Europa League ausgeschlossen worden. Kürzlich war der eidgenössische Erstligist vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne mit seiner Klage gescheitert. Sion hatte gefordert, in den Wettbewerb eingegliedert zu werden, und will das Urteil anfechten.
Die FIFA verlangt nun vom SFV, dass alle Partien der Schweizer Meisterschaft, in denen die nicht spielberechtigten Profis bei Sion zum Einsatz kamen, als verloren gewertet werden, und setzt eine Deadline: Bis zum 13. Januar muss der SFV den Streit im Sinne des Weltverbandes regeln, sonst droht die Suspendierung von den internationalen Wettbewerben.
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Der SFV will sich nun über die weitere Vorgehensweise beraten. Viel Zeit bleibt angesichts der Deadline nicht mehr, die Uhr tickt. Der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, hatte die FIFA und Sepp Blatter mit dem ehemaligen libyschen Diktator Muammar al Gaddafi verglichen und das Vorgehen des Weltverbandes als Terrorismus bezeichnet. Die Drohung der FIFA, die Schweiz aus allen internationalen Wettbewerben auszuschließen, sei ein "ein terroristischer Akt, gegen den wir juristisch vorgehen werden. Sepp Blatter ist ein Diktator, der jeglichen Sinn für Realität verloren hat. Er muss verrückt sein, dass er mit einem Ausschluss des Schweizer Verbandes droht, statt die Sache nur auf den FC Sion zu projizieren", sagte Constantin in einem Interview der "Basler Zeitung" und dem "Tagesanzeiger".
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Quelle: t-online.de , dpa
Werner schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 21:18:53
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Blatter
die Fifa hat ihren Sitz doch in der Schweiz. Alle büros schließen und die Gelder einfrieren bis dieser Größenwahnsinnige
vernünftig wird. Mann kann nicht eine ganzes Land für einen Verein bestrafen. Blatter soll zurücktreten.
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Weihnachtszeit schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 18:15:25
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FIFA
Blatter weiß schon, warum sie in der Schweiz bleiben. Dort können sie ihr Geld am besten anlegen.
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Hans schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 17:54:48
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Stellt Euch vor
der SFV wird ausgeschlossen und Basel darf nicht gegen Bayern in der CL spielen! Ich höre schon die ganze
Bayernhasser-Garde. Das hat der FC Bayern bewußt gemacht, die stecken mit Sion unter einer Decke! Abgesehen davon, muß man klar sagen, dass der FC Sion keine Spieler einsetzen darf, die nicht spielberechtigt sind! Der Verband hat dies zu kontrollieren und ggf. zu ahnden! Das hat er nicht getan. Also muss auch der Verband die Konsequenzen tragen. Leider auch die anderen Vereine!
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