26.01.2012, 15:47 Uhr
Eine handschriftliche Notiz von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke bringt den korruptionsgeschädigten Fußball-Weltverband und dessen Präsidenten Joseph Blatter erneut in Erklärungsnot. Die "Süddeutsche Zeitung" veröffentlichte ein Dokument, das Valcke an den mittlerweile zurückgetretenen früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner geschrieben haben soll. Der Inhalt könnte auf einen Insider-Deal zwischen Blatter und Warner bei der Vergabe der lukrativen Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 schließen lassen.
"Jack, hier ist die Vereinbarung, unterschrieben vom P. Dieses Geschäft ist nicht durch alle üblichen Gremien und Kommissionen gegangen. Deshalb bitte ich, es vorläufig nicht öffentlich zu machen", heißt es in dem auf Englisch verfassten Schreiben. "P." ist die beim Weltverband übliche Abkürzung für Präsident. Gegen Warner war wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der FIFA- Präsidentschaftskandidatur von Mohammed Bin Hammam ermittelt worden. Der Funktionär aus Trinidad und Tobago trat deswegen zurück.
Der Verband bestätigte die Echtheit des Dokuments, weist aber die damit verbundenen Interpretationen und Vorwürfe als "aus der Luft gegriffen und haltlos" zurück. "Ja, das Papier scheint authentisch zu sein. Die Frage ist vielmehr: Um welches Agreement handelt es sich? Was ist der Kontext?", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme der FIFA.
Grundsätzlich könne der Präsident laut "Einzelunterschriftsberechtigung gemäß FIFA-Statuten, die er dann dem FIFA Exekutiv-Komitee oder dem entsprechenden Komitee vorlegt", Agreements unterschreiben. "Wenn Jack Warner gebeten wird, noch nicht an die Öffentlichkeit zu gehen mit dem Agreement, dann nur, um die entsprechenden Gremien vorher zu informieren", erklärte der Verband weiter.
Der ehemalige Blatter-Vertraute und langjährige Chef des Kontinental-Verbandes CONCACAF hatte zuletzt behauptet, die TV-Rechte von der FIFA für einen Spottpreis als Gegenleistung für seine Unterstützung Blatters in verschiedenen Wahlkämpfen bekommen zu haben. Der Weltverband hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen. Warner habe seit 1986 die Rechte für Trinidad und Tobago für einen symbolischen Betrag bekommen und von einer damals üblichen Praxis gesprochen.
Vor einer Woche erst erneuerte Warner seine Anschuldigungen und bezeichnete es als Verschleierung, dass die FIFA nicht auf Vorwürfe eingegangen sei, ihm angeblich auch die Fernsehrechte für 2002, 2006, 2010 und 2014 für einen nominellen Betrag überlassen zu haben. Dies sei für die Rolle geschehen, die er gespielt habe, um Amtsinhaber Blatter die FIFA-Präsidentschaft zu garantieren, erklärte Warner.
Das Vorwurf-Dementi-Vorwurf-Spiel, das der Ex-FIFA-Vize und der Verband treiben, bringt die FIFA immer wieder in Erklärungsnot. "Er muss Beweise liefern für seine Behauptungen, nicht die FIFA muss irgendwas belegen", hieß es in Zürich. Warner hatte nach seinem unrühmlichen Abgang einen Fußball-Tsunami gegen Blatter prophezeit und wählt nun den Weg über die Medien für seine Anschuldigungen.
Eigentlich müsste sich die Ethikkommission angesprochen fühlen, umgehend Untersuchungen einzuleiten, in deren Mittelpunkt auch der bis 2015 amtierende Verbandspräsident Blatter stehen müsste. "Dafür sehen wir keine Veranlassung", teilte die FIFA dazu mit.
Quelle: dpa , sid
Hans schrieb:
am 26. Januar 2012 um 18:49:46
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Blatter
Egal, was man von der FIFA liest, es geht seit geraumer Zeit nur noch um Korruption und Vetterwirtschaft. Und immer fällt der Name:
BLATTER! Aber eben dieser Blatter hat ALLES unter Kontrolle, auch die Behörde, Exekutivkommission genannt, die eigentlich, auch ihn, kontrollieren soll. So lange dieser korrupte Mafia-Boss Blatter in der FIFA das Sagen hat, wird sich daran nichts ändern! Der Mann macht den Fußball kaputt! Seine Nachfolger werden daran noch schwer zu knabbern haben!
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Idiot schrieb:
am 26. Januar 2012 um 16:31:12
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FIFA
Ist das der Herr Baltter, der behaupten kann, die Erde ist eine Scheibe?
Es glauben dann alle diejenigen, die mit wenigsten 200.000
Dollar überzeugt worden sind.
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Werner schrieb:
am 26. Januar 2012 um 16:20:46
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Blatter
Süddeutsche Zeitung, ein Schelm der Böses dabei denkt.
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