05.07.2010, 09:07 Uhr | motorsport-total.com
Timo Glock ist gegen die Änderungen am Heckflügel. (Foto: imago)
Wie in jedem Jahr wird es auch für die Formel-1-Saison 2011 einige Neuerungen geben. Der Reifenlieferant wechselt von Bridgestone zu Pirelli, KERS kommt zurück und der Heckflügel soll umgestaltet werden. Dies könnte die heikelste, weil wohl gefährlichste Änderung sein.
Geplant ist, bewegliche Luftleit-Elemente an den Start zu bringen, die im Zweikampf - ab einer gewissen Distanz zwischen Verfolger und Vordermann - möglichst gewinnbringend eingesetzt werden dürfen. Damit soll der Hinterherfahrende einen Geschwindigkeits-Überschuss aufbauen können, was wiederum das Überholen erleichtern soll. Die Fahrer stehen dieser Neuerung allerdings skeptisch gegenüber.
Auch Timo Glock ist kein Fan von diesen Plänen: "Ich halte das für brandgefährlich", sagt der Virgin-Pilot. "Allein bezüglich der Sicherheit halte ich es für eine falsche Entscheidung." Beim Rennen in Valencia habe man gerade wieder beobachten können, wie gefährlich der Sport noch immer sei, so Glock weiter. Dort war Mark Webber (Red Bull) von hinten in den Lotus von Heikki Kovalainen hineingerast.
"Dabei konnte man sehen, was passieren kann, wenn der Hintermann einen deutlichen Überschuss an Geschwindigkeit hat", sagt Glock. "Mark hatte einfach nur das Glück, dass an dieser Stelle genügend Auslaufzone war und dass er günstig in die Reifenstapel rutschte." Doch darauf könne man sich nicht immer und überall verlassen.
"Man muss sich das mal vorstellen: Da stellt einer den Heckflügel flacher, wird deutlich schneller und hat dann womöglich sogar noch Extraschub von KERS", gibt der Deutsche zu Protokoll und fügt hinzu: "Wir Piloten sind eigentlich alle der gleichen Meinung: Es ist eindeutig zu gefährlich. Vielleicht werden wir im Rahmen der Fahrergewerkschaft (GPDA) noch etwas erreichen können."
"Sprechen werden wir definitiv darüber", kündigt Glock an. "Ich finde es einfach schade, dass man so etwas wieder einmal entschieden hat, ohne vorher die Fahrer zu befragen. Nicht nur ich habe das Gefühl, dass es in diesem Fall nur um die Show geht und nicht mehr um den Sport. Denn eines ist klar: Sollte dieser Heckflügel kommen, dann wird Überholen in der Formel 1 viel zu einfach."
F1-Pilot Mark Webber lässt die Reifen an seinem Boliden wechseln - und das mitten in Englands Hauptstadt London! zum Video
Quelle: motorsport-total.com
Gate schrieb:
am 10. Juli 2010 um 11:07:18
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Heckflügel
bindet doch an den Auspuff von den Autos eine Dose Red Bull--verleiht auch flügel und kostet fast nichts
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DucM900 schrieb:
am 8. Juli 2010 um 16:36:01
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Gefährlich???
Ich lach mich tot. Die 16 Jährigen in der Formel 3000 sind fast genauso schnell. Die sollen den ganzen Scheiß wieder aus dem
Auto rausbauen. Handschaltung, keine Elektronischen Hilfen, Stahlbremsen etc. und schon wird wieder überholt und es wird wieder interessanter und billiger. (siehe ChampCar Serie).
Die F1 ist doch eine lächerliche Seifenkistenbande geworden.
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nogifts schrieb:
am 8. Juli 2010 um 14:29:30
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Neue Regeln
Als alter F1-Hase kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Die Enwicklungskosten fressen den Teams die Haare vom Kopf, sobald
einer etwas erfolgreiches findet. Attraktiv ist das so jetzt nicht mehr, außer das Wetter mischt das Rennen auf. Nachtanken lassen und freie Reifenwahl. Statt SC z.B. alle Autos in die Box und das Rennen aus der Box mit dem Stand des Abbruchs nach einer Warmup-Runde fliegend starten.
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