26.03.2011, 12:32 Uhr | dpa
Das Formel-1-Team Hispania hat keine Starterlaubnis für das Auftaktrennen in Melbourne erhalten. Die Rennkommissare des Automobil-Weltverbands FIA lehnten nach der Qualifikation zum Großen Preis von Australien ein Gnadengesuch des Rennstalls ab. Die HRT-Piloten Vitantonio Liuzzi und Narain Karthikeyan hatten zuvor bei ihren besten Runden das Zeitlimit überschritten. Beide waren jeweils mehr als sieben Prozent langsamer unterwegs als Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel bei seiner Bestmarke.
Damit greift zum ersten Mal die in diesem Jahr wieder eingeführte Regel. Die vom deutschen Teamchef Colin Kolles bei der FIA vorgetragenen Argumente halfen nichts. Zum Verhängnis wurde dem Team die große Verzögerung beim Bau des neuen Autos, das erst am Freitag zum Ende des zweiten Trainings erstmals auf die Strecke gehen konnte. "Das ist ja unsere Schuld. Wir sind sehr spät dran", räumte er ein. "Uns fehlt ein bisschen Zeit. Das Auto ist sicher aufwändiger gebaut als im letzten Jahr", erklärte der Teamchef.
Ausgelöst worden waren die Probleme vom gescheiterten Deal mit Toyota-Motorsport. So musste das von chronischen Finanzsorgen geplagte Hispania-Team im Winter von Null starten und den F111 allein konzipieren. "Das war eine Spezialaktion", sagte Kolles. Gebaut wurde das Auto im mittelfränkischen Greding, rund 90 Prozent der Mechaniker sind Deutsche.
Doch bis zum Abschlusstest wurde der Rennwagen nicht fertig, zuletzt blieben die Dämpfer für den Boliden beim spanischen Zoll hängen. So erlebte das Auto sein Debüt erst in Australien. Aber die Probleme gingen weiter. Der F111 bestand laut dem Fachmagazin "Auto, Motor und Sport" den Crashtest der FIA nicht. Daher musste die Front aus dem Vorjahresauto montiert werden.
Der Sebastian-Vettel-Stammtisch aus Heppenheim stellt sich vor und gibt eine Prognose zum GP von Melbourne ab. zum Video
Weil zudem einige Teile nicht richtig passten, schoben die Mechaniker im Albert Park Überstunden. Nur vier Ausnahmen von der Sperrstunde sind pro Saison möglich, die erste hat Hispania damit verbraucht. Es half nicht viel. Liuzzi und Karthikeyan waren am Ende zu langsam und mussten nun schon die Koffer packen.
Quelle: dpa
F1-Fan schrieb:
am 27. März 2011 um 17:40:53
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Sowas geht nicht
Natürlich ist es schade für die F1 und das Team, aber Liuzzi war auf eine Runde über 8 Sek. und Kartikeyan über 10 Sek.
langsamer.... das sind nicht nur Welten in der F1, sondern eher Lichtjahre! Wenn man liest wie das Auto entstanden ist, erinnert das eher an Flickschusterei als an Design&Entwicklung eines F1-Boliden! Selbst auf Virgin und Lotus war der Abstand mehrere Sekunden
@jochen: Übrigens ist nicht Bernie E. für das Reglement verantwortlich, sondern FIA, Teams und FOTA (also die Piloten)
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Von der Saar schrieb:
am 27. März 2011 um 16:02:18
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Dirty F1
Find ich schade das alle von na budget grenze und wenn ein team es jetzt aus mangel an sponsoren hält werden die
ausgeschlossen....Dieses System kann man nicht verstehen.......
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Seese schrieb:
am 27. März 2011 um 12:20:34
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HTR
womit ist der F1 geholfen,wenn solche Truppen nicht mitfahren dürfen?Die Fahrer/Autos brauchen Praxis.Ohne diese können sie auf Dauer
nicht finanziert werden.So kann man auch einen ungeliebten "Mitstreiter" kaputt machen!!!
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