15.09.2009, 08:29 Uhr
Der dreifache Formel-1-Weltmeister Nelson Piquet sr. (Foto: imago)Nelson Piquet sr. erhebt schwere Anschuldigungen gegen Fernando Alonso. Laut dem dreifachen Weltmeister und Vater von Nelson Piquet junior soll der Spanier über die Taktik seines Rennstalls informiert gewesen sein, beim Großen Preis von Singapur einen absichtlichen Unfall zu bauen. "Fernando wusste alles", sagte Piquet sr. der Zeitung "Sport".
Renault soll Piquet jr. angewiesen haben, absichtlich in die Mauer zu fahren, um eine Safety-Car-Phase zu erzwingen. Damit sollte das Rennen zugunsten seines Teamkollegen Alonso manipuliert werden. Der Weltmeister von 2005 und 2006 gewann das Rennen, obwohl er von weit hinten gestartet war.
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Alonso selbst hat sich zu "Crashgate" noch nicht im Detail geäußert, verneinte am vergangenen Wochenende aber auf Nachfrage der Journalisten, dass er davon gewusst habe. "Ich kann mir das nicht vorstellen", so der spanische Rennfahrer am Rande des Rennens von Monza. "Nach dem Hearing wird sich die Wahrheit herausstellen und dann können wir auch darüber reden."
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"Er konnte das gar nicht ignorieren", wird dagegen Piquet sr. weiter zitiert. "Wenn du auf einem Stadtkurs vom 15. Platz aus losfährst, dann macht es überhaupt keinen Sinn, ohne Benzin an den Start zu gehen. Du kannst in diesem Fall maximal drei Autos überholen und nach deinem letzten Boxenstopp bleibst du einfach, wo du bist", so der frühere Rennfahrer. "Das ist eine sinnlose Strategie."
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Im Zentrum der Ermittlungen des Formel-1-Weltverbands FIA steht ein Treffen von Renault-Teamchef Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symonds mit Piquet jr. vor dem Nachtrennen in Singapur. Dort soll Symonds den Brasilianer aufgefordert haben, in Runde 13 oder 14 einen Unfall in einer bestimmten Kurve zu verursachen. An dieser Stelle konnte das Auto nicht schnell von der Piste entfernt werden, eine Safety-Car- Phase war unvermeidbar. So konnte Alonso, der früher als alle seine Rivalen nachgetankt hatte, ungehindert an die Spitze fahren, weil alle anderen Piloten während der Safety-Car-Phase an die Box mussten.
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Briatore bestreitet die Vorwürfe. Er sei das Opfer einer Erpressung, sagte der Italiener. Es habe zwar das Treffen mit Piquet gegeben, ein Betrugsversuch sei jedoch nicht diskutiert worden. Symonds erklärte den Medienberichten zufolge, dass Piquet selbst die Idee eines absichtlichen Unfalls vorgebracht hätte.
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Die FIA sichert Symonds unterdessen für rückhaltlose Kooperation bei der Aufklärung Straffreiheit zu. Das berichtet die Londoner "Times". Bei den Ermittlungen zum Unfall des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet junior beim Singapur-Grand-Prix 2008 hatte Symonds im Rahmen einer ersten Vernehmung durch FIA-Inspektoren die Aussage mit dem Hinweis verweigert, nicht lügen zu wollen.
Quelle: t-online.de , motorsport-total.com
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