20.08.2009, 11:14 Uhr
Ferrari-Crew beim Nachtanken - 2010 nicht mehr erlaubt (Foto: imago)Die Saison 2009 läuft noch bis Anfang November, doch schon jetzt können die Teams mit der Vorbereitung auf das kommende Jahr durchstarten. Der Automobil-Weltverband FIA hat das Regelwerk für 2010 veröffentlicht. Nun wissen alle, unter welchen Rahmenbedingungen der Sport im kommenden Jahr ablaufen wird. Wie erwartet, wird es im Vergleich zur aktuell laufenden Saison kaum Änderungen geben.
Womit allerdings nur wenige wirklich gerechnet haben: Das Tankverbot kommt tatsächlich!
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Diese Änderung hat jedoch gravierende Auswirkung auf die Fahrzeuge. Die Größe der Tanks muss verdoppelt werden, durch die höhere Zuladung verändern sich Gewichtsverteilung und Schwerpunkt. Einerseits vermeidet man in Zukunft mögliche Feuerunfälle und die Teams dürften Personal an der Strecke sparen. Andererseits geht der Formel 1 ein taktisches Bonbon verloren. Während der Trainings ist Nachtanken erlaubt. Allerdings muss hierfür der Motor abgestellt werden.
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Im neuen Reglement wird immer wieder auf die Inhalte des neuen Concorde Agreement verwiesen. Wichtig vor allem für die Teams der Vereinigung FOTA: Ab sofort kann die FIA die Regeln nicht mehr im Alleingang ändern, sondern jegliche Veränderung am Reglement muss ab sofort zunächst die Arbeitsgruppen durchlaufen, bevor der FIA-Weltrat schließlich ablehnt oder zustimmt. |
Die Einschreibefrist für die folgenden Saisons wurde verschoben. Max Mosley hatte die Teams in diesem Jahr mit einer einwöchigen Frist Mitte Mai unter Druck gesetzt. Ab 2010 haben die Rennställe jeweils Anfang Juli gut zwei Wochen lang Zeit, sich für das Folgejahr einzuschreiben. Pro Saison wird ein Nenngeld von 309.000 Euro fällig. |
Ursprünglich sollte ab 2010 auch das Vorwärmen der Reifen verboten werden, doch nach lautstarker Kritik seitens der Piloten und Teams nahm man von diesem Plan wieder Abstand. |
Angesichts der zu erwartenenden Starterzahl von 26 Fahrzeugen wird das Qualifying angepasst. Im ersten und zweiten Abschnitt der Qualifikation scheiden jeweils die acht langsamsten Autos aus, nach wie vor bleibt am Ende ein Shootout der zehn schnellsten Fahrzeuge um die Pole-Position. |
Zwar hat sich die Teamvereinigung FOTA intern darauf verständigt, ab 2010 kein Hybridsystem KERS mehr einzusetzen, doch wäre ein Einsatz im kommenden Jahr im Rahmen des Reglements noch möglich. Das Regelwerk hat sogar zwei kleine Bedingungen für den Einsatz gelockert: Der Einbau der KERS-Elemente darf ab 2010 überall am Auto stattfinden, der zusätzliche Schub darf auch jenseits der 300 km/h aktiviert bleiben. |
Rein theoretisch könnten Williams, Force India und die neuen Teams US F1, Campos und Manor also KERS nutzen. Allerdings erwartet sie im neuen Regelwerk ein technischer Stolperstein. Bisher ist es möglich, in den Aufladephasen von KERS den Bremsdruck an der Hinterachse elektronisch zu justieren, damit es nicht zu einem "Überbremsen" der Hinterräder und somit zu einem instabilen Heck kommt. Dieser Eingriff der Elektronik ist ab 2010 nicht mehr erlaubt. |
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Quelle: motorsport-total.com
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