05.03.2009, 12:15 Uhr | Norman Gosch
Strahlende Gesichter in Genf: die Mitglieder der FOTA (Foto: FOTA)12, 9, 7, 5, 4, 3, 2, 1: Wenn es nach den Teamchefs der Formel 1 geht, wird die Punktevergabe in der Königsklasse des Motorsports in Zukunft nach diesem neuen Muster verlaufen. Diesen Vorschlag präsentierten die Mitglieder der Formula One Teams Association (FOTA) auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Genfer Automobilsalons. Das neue Punktesystem war aber nur das i-Tüpfelchen auf einer Reihe interessanter Ideen.
"Die Zuschauer wollen mehr Anerkennung für den Sieger eines Rennens", erklärte McLaren-Chef Martin Whitmarsh. "Mit der Anpassung des Punktesystems wollen wir genau das bezwecken."
ÜbersichtDas sind die Pläne der FOTA für 2009 und 2010
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Mit einer Halbierung der Kosten und einer deutlich verbesserten Show will die FOTA die Formel 1 in eine bessere Zukunft führen und der weltweiten Wirtschaftskrise trotzen. Nach den bereits für die Saison 2009 beschlossenen Einsparungen sollen die Gesamtkosten für einen Rennstall im Vergleich zum vorigen Jahr um 50 Prozent senken. Alle Teams tragen die Vorschläge einstimmig mit und wollen damit zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 ihren Sport gemeinsam weiterentwickeln.
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"Zum ersten Mal sind die Teams vereinigt und standhaft und haben eine klare Vision", sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Die FOTA will Verbesserungen in jedem ihrer drei Arbeitsbereiche: der Technik, dem Sport und der Vermarktung. Die Vorschläge sollen in den nächsten Tagen dem World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA sowie FIA-Präsident Max Mosley präsentiert werden.
Bei einer weltweiten Internetumfrage der FOTA hatte sich die Mehrheit der Teilnehmer für eine neue Punktevergabe ausgesprochen. Die Idee der FOTA ist eine Alternative für die von Bernie Ecclestone angedachte Variante. Der Formel-1-Boss plädierte in den vergangenen Wochen mehrfach für ein Medaillen-System, ähnlich dem bei Olympischen Spielen. Diese Idee stieß allerdings weitgehend auf Ablehnung.
Durch die neue Abstufung würde sowohl die Position des Siegers (drei statt wie bisher zwei Punkte mehr als der Zweitplatzierte), als auch die des Drittplatzierten (zwei statt wie bisher nur ein Punkt mehr als der Vierte des Rennens) aufgewertet. Die FOTA möchte das vorgestellte System bereits in der am 29. März mit dem Großen Preis von Australien startenden Saison 2009 einsetzen. Dazu benötigt es aber der Zustimmung des Weltverbandes FIA bzw. des der FIA unterstellten World Motor Sport Council.
Das neue Punktesystem war aber nur einer von zahlreichen Punkten der Präsentation der Teamchefs. So soll ebenfalls ab der kommenden Saison die Benzinmenge, mit der die einzelnen Fahrer in einen Grand Prix gehen, nicht länger ein Geheimnis bleiben, sondern der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Das selbe gilt für die Reifenspezifikationen und die genauen Tankmengen während der Boxenstopps.
Die Länge der Rennen soll ab 2010 gekürzt werden. Die FOTA hält eine maximale Distanz von 250 Kilometern bzw. eine maximale Dauer von 1:40 Stunden für sinnvoll. Dazu müssten aber neben der FIA auch die entsprechenden Rechteinhaber ihre Zustimmung geben. Ebenfalls ab 2010 könnte ein neues Qualifying-Format Einzug erhalten, welches in einem weiteren Arbeitskreis erarbeitet werden soll.
Quelle: t-online.de
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