16.10.2011, 09:43 Uhr | t-online.de / ngo
Die Fahrer-WM ist bereits seit einer Woche entschieden, die Luft ist aber noch lange nicht raus. Weltmeister Sebastian Vettel gewinnt den Großen Preis von Südkorea und beschert seinem Team Red Bull Racing damit auch den Titel in der Konstrukteurs-WM. Neben ihm stehen Lewis Hamilton und Mark Webber auf dem Podium in Yeongam.
Bester deutscher Pilot nach Vettel wurde Nico Rosberg, der am Ende als Achter über die Ziellinie fuhr. Für Michael Schumacher war das Rennen nach einem heftigen Unfall vorzeitig beendet.
Die Formel-1-Experten Christian Danner und Heiko Wasser analysieren das Südkorea-Rennen. zum Video
Das Rennen auf dem Korean International Circuit war für die Teams gewissermaßen eine Fahrt ins Blaue. Aufgrund starken Regens am Freitag fiel ein Großteil der Trockenreifen-Tests im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Einzig eine Stunde am Samstag plus dem Qualifying blieb, um die Performance der Pneus zu überprüfen und die Boliden entsprechend anzupassen. Das führte bei Red Bull Racing zu ungewohnten Maßnahmen.
Weltmeister Sebastian Vettel bestritt das Qualifying in allen drei Durchgängen auf der weicheren der beiden Reifenmischungen, sparte sich somit alle härteren Gummis fürs Rennen auf. "Ich hoffe, dass uns die Strategie ein bisschen hilft", sagte Vettel unmittelbar vor dem Start. "Aber das wird sich zeigen." Gespannt auf das, was da kommen sollte, war auch Vettels Teamchef Christian Horner: "Das wird heute eine Entdeckungsfahrt."
Beim Start lief für die Roten Bullen dann fast alles nach Wunsch. Schon am Ende der Start- und Zielgeraden machte Vettel Druck auf Pole-Mann Hamilton, nach nur wenigen Kurven zog er dann am Briten vorbei und übernahm die Führung. Vettels Teamkollege Webber arbeitete sich auf Platz drei vor, während Jenson Button bis auf Rang sechs durchgereicht wurde.
Nach drei gefahrenen Runden bekam de Weltmeister vom Kommandostand eine interessante Information mitgeteilt: "Leichter Regen in Kurve vier." Der Himmel hatte sich im Laufe des Vormittags immer weiter zugezogen, wechselte von sonnigem Blau in ein tristes Grau. Zwar waren auf den Bildern der Fernseh-Kameras immer wieder Wassertropfen zu sehen, richtig abregnen wollte es aber nicht.
Unterdessen löste sich die Angst vor den vermeintlich schnell abbauenden weichen Reifen förmlich in Luft auf. Vor allem die beiden Red Bull konnten ihren Speed halten. Erst nach 13 Runden kamen die ersten Piloten an die Box, um sich mit frischen Pneus ausstatten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Vettel bereits um über vier Sekunden von Hamilton abgesetzt.
Nach 17 Runden wurde dann das Safety Car auf die Strecke gerufen. Vitaly Petrov war in einer Schikane heftig in den Boliden von Michael Schumacher gekracht. Schumacher bog in einem recht spitzen Winkel in die Kurve ein, Petrov erwischte den Rekordweltmeister am Heck. Die umherfliegenden Carbonteile mussten von der Piste gesammelt werden, für beide in den Crash verwickelten Fahrer war das Rennen beendet. "Das sind Rennsituationen, die leider nunmal vorkommen", kommentierte Schumacher das Geschehen.
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Die Rennleitung sah das allerdings anders. Petrov wurde nach dem Rennen noch bestraft, muss beim kommenden Grand Prix in Indien fünf Plätze weiter hinten starten. Zudem erhielt der Russe eine Verwarnung.
Vettel, der unmittelbar vor dem Unfall in der Box war, büßte damit seinen Vorsprung auf das Feld ein und musste nach dem Restart noch einmal von vorne beginnen. Webber wurde per Boxenfunk gewarnt, dass sich der mittlerweile hinter ihm befindende Button Hoffnungen mache, den Australier zu überholen. Und der Brite machte mächtig Druck auf Webber, der die Angriffe zunächst aber kontern konnte. Button musste dann sogar abreißen lassen, Webber orientierte sich weiter nach vorn.
An der Spitze wurde es zunehmend enger. Hamilton machte sukzessive Boden auf Vettel gut, während von hinten Webber mit großen Schritten heran eilte. Vettel konnte sich aber immer wieder absetzen, während sich zwischen den anderen beiden ein packendes Duell um Platz zwei entwickelte. Hamilton und Webber schenkten sich nichts, kämpften aber mit fairen Mitteln. Einen Weg vorbei am Briten fand Webber allerdings lange Zeit nicht´, dafür holte Button immer weiter auf.
In der 48. Runde überholte Webber dann Hamilton mit einem beherzten Manöver, doch der konterte mit Hilfe des flach gestellten Heckflügels. In den verbliebenen Runden startete dann niemand mehr einen Überholversuch. Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der den vor ihm fahrenden Button nicht einholen konnte, sagte per Boxenfunk sogar: "Ich gebe auf."
Hinter Vettel, der einmal mehr in einer ganz eigenen Liga unterwegs war, kamen Hamilton, Webber, Button, Alonso und Felipe Massa auf den Plätzen zwei bis sechs über die Ziellinie. Bester deutscher Pilot nach Vettel wurde Nico Rosberg. Der Teamkollege von Schumacher sah als Achter die schwarz-weiß karierte Flagge. Adrian Sutil wurde Elfter, Timo Glock beendete das Rennen auf Rang 18.
Quelle: t-online.de
Reismann schrieb:
am 16. Oktober 2011 um 17:11:10
(18)
(1)
Korea
Glückwunsch an Sebastian Vettel und das Red Bull F1 Team zum Fahrer- und Teamtitel. Sehr souverän. An alle die sich über Co2
austauschen möchten: falsches Forum!
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raja schrieb:
am 16. Oktober 2011 um 15:02:36
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(7)
RB
Ja sicher, die Fahrer gewinnen nur wegen dem Auto! Und sicher haben die bei Torro Rosso auch nur für Vettel ein besseres Auto gebaut lol.
Man siehe die Saison 2008: VET im TR 14 Punkte mehr als WEB im RB! Und war
TR vorher und wo ist TR jetzt? Wer vor Fakten die Augen verschliesst ist einfach nur ein Besserwisser.
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Otto schrieb:
am 16. Oktober 2011 um 13:40:53
(22)
(8)
@Niro70
da frag ich gleich mal die Experten weiter, wieviel CO2 denn Niro70 bisher in seinem Leben prodiziert hat. Dann kann man vergleichen,
wer die Umwelt bisher mehr geschädigt hat. Abgesehen von intelektueller Umweltverschutzung durch gewisse Kommentare.
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