28.03.2011, 14:11 Uhr | sid
Seine erste schmerzhafte Begegnung hatte Franck Ribéry im Stade de France bereits während des Trainings. Beim Fußballtennis missglückte dem Star von Bayern München ein Kopfball, Ribéry strauchelte, fiel - und stürzte in ein Absperrgitter. Für Ribéry war das folgenlose Missgeschick ein Vorgeschmack auf das, was ihn beim Länderspiel mit der französischen Nationalmannschaft gegen Kroatien erwartet. Dann wird es richtig schmerzhaft. Zumindest für die Psyche des sensiblen Kickers. "Ich glaube, es wird Pfiffe geben", sagt Ribéry vor seinem ersten Auftritt vor heimischem Publikum seit zehn Monaten.
Zwischen dem Länderspiel am 26. Mai in Lens gegen Costa Rica und dem Test gegen Kroatien am 29. März liegt die aus französischer Sicht desaströse WM in Südafrika. Ribéry tat sich dort als Rebell hervor, er führte die Meuterei gegen den damaligen Nationaltrainer Raymond Domenech mit an. Er wurde aus dem Kreise der Bleus verstoßen, erst beim mühsamen 2:0-Sieg in der Qualifikation zur EM 2012 in Luxemburg durfte er zurückkehren.
Zahlreiche der mitgereisten Fans pfiffen ihn und den ebenfalls begnadigten Mit-Verräter Patrice Evra aus. In St. Denis warten nun 80.000, um den Rädelsführern des nach Meinung vieler Franzosen schändlichsten Teams, das die Grande Nation je hatte, den gebührenden Empfang zu bereiten. "Es wird passieren", sagt Ribéry über den erwarteten Spießrutenlauf, "aber ich muss das akzeptieren und weitermachen."
Für Ribéry wäre es das 50. Länderspiel und "etwas ganz Besonderes", wie er versichert. Im Vorfeld hat er viel getan, um die Wandlung vom Saulus zum Paulus glaubhaft zu machen. Er hat sich entschuldigt, eigene Fehler eingestanden und sich mit dem Teamkollegen Yoann Gourcuff ausgesprochen, mit dem er bei der WM heftig aneinandergeraten war. Doch nicht alle Fans nehmen Ribéry die Umkehr ab. In den Internetforen der Zeitungen und Fachblätter wimmelt es von bösen Beschimpfungen gegen die Profis, "die das Trikot Frankreichs beschmutzt haben".
Die Partie Frankreich gegen Luxemburg im Video
Einige Anhänger rufen dazu auf, die Equipe Tricolore von Trainer Laurent Blanc so lange zu boykottieren, wie Ribéry und Evra dem Team angehören. In einer Umfrage der Zeitung Le Parisien zeigten sich 72,4 Prozent der Teilnehmer "schockiert" wegen der Rückkehr der Meuterer.
Auf der ungeliebten rechten Seite halten viele Fachleute Ribéry ohnehin für verschenkt. So oder so - der Empfang für die Rebellen wird ungemütlich, das glaubt auch Evra. "Es wird Buhrufe geben", sagt er, und fügt wenig diplomatisch an: "Aber die, die pfeifen, sind die ersten, die nach dem Spiel mein Trikot wollen."
Wie man locker mit offenen Anfeindungen umgeht, lebt Kroatiens Coach Slaven Bilic vor. Dem tragen die Franzosen seit 13 Jahren nach, dass er Blanc um die Teilnahme am WM-Finale 1998 gebracht hat. Blanc sah damals nach einer Ellbogen-Attacke Rot. Auch Bilic erwartet Pfiffe. "Wenn sie mich hassen wollen", sagt er lakonisch, "kein Problem!"
Quelle: sid
Chris schrieb:
am 28. März 2011 um 19:24:09
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..
Ribery ist sicher nicht der beste Franzose.
..weil Ribery, wie dort im Artikel steht, die Meuterei quasi angeführt hat. Und natürlich
können die Fans keine Spieler auspfeifen, die nicht spielen.
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Franzl schrieb:
am 28. März 2011 um 19:14:29
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Ribery???
Warum ist der Ribery jetzt der Sündenbock für alles?Ich dachte Anelka war der Schlimmste,er hat doch den Trainier beschimpft und
wurde frühzeitig nach Hause geschickt!Nur weil jetzt Ribery und Evra spielen und zufällig noch die BESTEN(Ribery!) Spieler in der fr. Nationalmannschaft sind, werden sie als Erste beschimpft, weil die Schlimmsten nicht dabei sind??Die solen froh sein,dass sie Spieler wie Ribery haben!!
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morog schrieb:
am 28. März 2011 um 18:42:05
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Ribery
Bitte eine Runde Mitleid für FR.
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