09.11.2010, 13:42 Uhr | dpa, t-online.de
Frankreich blamierte sich bei der WM 2010 bis auf die Knochen. (Foto: imgao)
Frankreichs WM-Versager sorgen viereinhalb Monate nach dem schlimmsten Fiasko in der Geschichte der Nationalmannschaft schon wieder für Empörung. Die Nationalspieler um Bayern-Star Franck Ribéry wollen entgegen früheren Beteuerungen nun doch ihre Antrittsprämie für das Turnier in Südafrika ausgezahlt bekommen.
Die meisten Profis hätten sich bislang geweigert, eine vom Verband FFF vorgelegte Prämienverzichtserklärung zu unterschreiben, berichtete die Sportzeitung "L'Équipe" unter Berufung auf Verbandsangaben. Die Spieler, so heißt es, forderten ihren Anteil an den insgesamt fünf Millionen Euro, die WM-Sponsoren an den FFF überwiesen haben. Es geht um eine Summe von rund zwei Millionen Euro.
Ende Juni noch hatte WM-Kapitän Patrice Evra nach dem desaströsen Auftreten der Équipe tricolore öffentlich beteuert: "Wir werden auf alle Prämien verzichten, wir werden nicht einen einzigen Cent akzeptieren". Kein einziger WM-Fahrer meldete damals Widerspruch an. Doch nun behaupten die Spieler, man habe damals die Prämien für die K.-o.-Runde gemeint, die die nach der Vorrunde ausgeschiedenen Franzosen ohnehin nicht erreicht haben, so das Fachmagazin "France Football" in seiner Onlineausgabe. "Die Bleus sind Lügner", schrieb das Sportportal "Le10Sport".
Teamkapitän Alou Diarra wurde den Berichten zufolge von seinen Nationalelf-Kollegen nun zum Sprecher ernannt. Der Mittelfeldmann von Girondins Bordeaux soll in den nächsten Tagen bei Verhandlungen mit den FFF-Funktionären eine Einigung erzielen. Nach Einschätzung von "France Football" wird der Verband so leicht nicht nachgeben. Schließlich sei der FFF auf die Sponsorengelder angewiesen, um die leeren Kassen wieder zu füllen. Zum 30. Juni habe der Verband ein Defizit von 26 Millionen Euro registriert.
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Der damalige Trainer Raymond Domenech hat unterdessen Arbeitslosengeld beantragt. Dem 58-Jährigen stehen in den kommenden drei Jahren ganze 5600 Euro monatlich zu. Das ist der Höchstsatz, den ein Arbeitsloser in Frankreich bekommen kann.
Frankreich war im Juni bei der WM in Südafrika schon nach der Vorrunde sieglos ausgeschieden. Höhepunkt der Blamage war der Trainingsstreik, mit dem die Profis gegen den Ausschluss von Stürmer Nicolas Anelka protestierten, nachdem der Chelsea-Profi Domenech in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2) wüst beschimpft hatte.
Quelle: t-online.de , dpa
limoharry schrieb:
am 9. November 2010 um 19:07:33
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France football
Die Franzosen könnten doch für einige Zeit auf die Spiele der Nationalmannschaft verzichten! Leeres Stadion,
Zuschauerstreik
am Bildschirm, solange bis der neue Trainer Blanc auf diese Rowdies verzichtet und der Neuaufbau des französischen
Fussballs eingeleitet wurde. Diesen Typen muss man klarmachen, dass sie ersetzbar sind.
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Nicolas der gallische Hahn schrieb:
am 9. November 2010 um 17:59:27
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WM-Prämien
Der Verband sollte zum Gegenangriff übergehen und von den Spielern die Reisekosten für Südafrika zurückfordern. Schließlich
haben sie da einen unbeschwerten Urlaub verbracht.
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Ch. de Gaulle schrieb:
am 9. November 2010 um 17:45:46
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Un Nation
Das ist Fraternite ! Oder, seit wann bezahlen Reiseveranstalter ihren Kunden den Urlaub. Es ist zu vermuten, daß da noch
Rechnungen für "volljährige Prostituierte" "Gelage" offen sind. Ich vergaß, die Teilnahme am Seminar " Wie befördere ich einen Ball zum beabsichtigten Ziel " muß ja auch bezahlt werden. Bei UNS würde so etwas nie passieren, oder ?
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